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Wie stark sich die Virus-Variationen im Kreis Viersen ausbreiten

Corona im Kreis Viersen : Wie sich das mutierte Virus ausbreitet

Fast jede dritte Neuinfektion im Kreis Viersen geht mittlerweile auf die südafrikanische oder britische Virus-Mutation zurück – Tendenz: stark steigend.

Es ist jetzt gut zwei Monate her, dass die britische Virus-Mutation erstmals in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen wurde. Ein Mann aus Viersen hatte sich mit der Corona-Variante B1.1.7 infiziert. Seither breitet sich die Mutante, die deutlich infektiöser als das herkömmliche Coronavirus ist, in Windeseile aus. In der Landeshauptstadt Düsseldorf kletterte ihr Anteil auf mehr als 50 Prozent bei den Neuinfektionen.

Wie verbreitet sind die Mutanten im Kreis Viersen? Und wie stark breiten sich die Virus-Variationen aus? Dazu liefert das Kreisgesundheitsamt werktäglich zwei Zahlen. Zum einen die durch Labore nachgewiesenen Infektionen durch Corona-Mutationen. Die stiegen am Donnerstag um sieben Fälle auf insgesamt 104.

Zum anderen kalkuliert der Kreis, wie viele Fälle es wohl tatsächlich sind. Hintergrund: Nicht alle positiven Proben werden auch im Labor typisiert – aber die Wahrscheinlichkeit, dass beispielsweise bei zwei Infizierten in einem Haushalt beide die Mutante in sich tragen, auch wenn der Labortest es nur für einen der beiden bestätigt hat, ist hoch. Diese zusätzlichen Infektionen kalkulierte der Kreis Viersen am Donnerstag auf 69 Fälle, zwei mehr als am Mittwoch. Macht zusammen 173 Fälle.

Zum Vergleich: Vor zehn Tagen lag der Wert bei noch 105 Infektionen, vor 15 Tagen bei 81 Fällen. Die Ausbreitung der Virus-Variationen verläuft exponentiell.

War zu Beginn die südafrikanische Variante stärker vertreten, sind laut Kalkulation des Kreisgesundheitsamtes aktuell 36 Personen mit der britischen Variante infiziert, 20 mit der südafrikanischen. Damit dürften sich knapp 30 Prozent der aktuell 191 Infizierten mit der südafrikanischen oder britischen Mutante angesteckt haben.

(mrö)