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Wie die Stadt Viersen an der Verkehrswende arbeitet

Mobilität in Viersen : Wie die Stadt Viersen an der Verkehrswende arbeitet

Rad- und Fußverkehr sollen in Zukunft eine größere Rolle spielen. Die Bürger können sich in diesem Jahr mit Ideen und Vorschlägen ins „Mobilitätskonzept 2040“ einbringen.

Elektromobilität war im Jahr 2011 eher ein Thema für Nerds, Fahrradstraßen waren noch ein Fremdwort, Pop-up-Radwege noch gar nicht erfunden. 2011 war das Jahr, in dem der derzeit gültige „Verkehrsentwicklungsplan 2025“ von der Viersener Politik verabschiedet wurde. Nun ist es noch nicht 2025, aber überholt ist der Plan dennoch.

Damit er nicht nur überholt ist, sondern überholt wird und Anpassungen an die aktuellen Entwicklungen erfährt, hat der Planungsausschuss die Stadtverwaltung damit beauftragt, ein „Mobilitätskonzepts 2040“ aufzustellen.  Ziel ist eine Verkehrswende in der Stadt Viersen. Dabei sollen vor allem Rad- und Fußverkehr eine deutlich größere Rolle spielen.

Politik und Verwaltung legen großen Wert auf die Einbindung der Viersener Bürger in das Projekt. Als direkt Betroffene seien sie besonders gefragt, ihre eigenen Erfahrungen und Bedürfnisse, aber auch Ideen, Wünsche und Anforderungen an eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität in ihrer Stadt einzubringen.

Im Laufe dieses Jahres wird die Stadt die Öffentlichkeit daher zu verschiedenen Veranstaltungen einladen. Diese werden zunächst als Online-Formate stattfinden, sobald es die Pandemie-Entwicklung zulässt, auch wieder als Präsenzveranstaltungen vor Ort.

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Das „Mobilitätskonzept 2040“ soll die Frage beantworten, wie und womit Mobilität in Viersen in Zukunft verwirklicht wird. Es wird von der Stadt Viersen gemeinsam mit dem Büro Planersocietät aus Dortmund erarbeitet und den Rahmen für die weitere Entwicklung der Mobilität in Viersen für die kommenden Jahre setzen.

Dazu wird das beauftragte Planungsbüro zunächst eine gründliche Bestandsanalyse aller Verkehrsarten in der Stadt vornehmen. Anhand dieser Informationen werden als nächster Schritt zur Öffentlichkeitsbeteiligung die grundlegenden und übergeordneten Ziele und Strategien für die mittel- und langfristige Entwicklung der Mobilität diskutiert und politisch beraten. Die so erarbeiteten Leitziele bilden die Basis für die Entwicklung aller weiteren verkehrsplanerischen Maßnahmen.

Bereits jetzt ist absehbar, dass Schwerpunkte die Stärkung des Fuß- und Radverkehrs sowie die Suche nach Lösungen für den noch immer steigenden Platzbedarf für das Parken in der Stadt sein werden.

Der erste Schritt ist bereits gemacht: Zum Auftakt gab es jetzt eine Videokonferenz mit Vertretern von Kammern und Verbänden aus Handwerk, Industrie und Handel, Ratsmitgliedern, Verwaltungsmitarbeitern, Fachbehörden.

Insgesamt nahmen gut 30 Personen teil. Fachbereichsleiter Harald Droste sprach gezielt die anwesenden Mitglieder der Stadtschulvertretung und des Jugendforums an: „Wir freuen uns gerade auf eure Ideen und Visionen!“

(mrö)