Kreis Viersen: Weniger Arbeitslose im Kreis

Kreis Viersen : Weniger Arbeitslose im Kreis

Erfreuliches hatte am Donnerstag die Agentur für Arbeit zu verkünden. Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Viersen ist deutlich zurückgegangen. Die Kreisstadt Viersen hat am meisten von der Entwicklung profitiert.

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Viersen ist im September um 320 auf aktuell 10 843 zurückgegangen. Die Quote sank von 7,2 auf 7 Prozent. Der Rückgang an Arbeitslosen zieht sich durch fast alle Kommunen. Klar an der Spitze liegt die Stadt Viersen: Hier stehen aktuell 3966 Arbeitslose zu Buche, 137 weniger als vor Monatsfrist. In Nettetal sank die Zahl um 44 auf 1674, in Niederkrüchten um 25 auf 382 und in Schwalmtal um drei auf 668. Nur in Brüggen ist die Zahl der Arbeitslosen gestiegen: um fünf auf 589.

Jugendliche stehen gut da

Wie erwartet, meinte Ingo Zielonkowsky, Leiter der Agentur für Arbeit Krefeld-Kreis Viersen, am Donnerstag bei der Vorlage der aktuellen Statistik: "Alle Personengruppen konnten in diesem Monat von der günstigen Entwicklung profitieren." Besonders gut stünden die Jugendlichen da, die nach dem Ende ihrer Ausbildung zunächst nicht weiterbeschäftigt wurden, in diesem Monat aber wieder einen Arbeitsplatz gefunden haben.

Was in den Augen Zielonkowskys wieder einmal beweist: "In Ausbildung zu investieren, ist der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit. Junge Fachkräfte haben auf dem Arbeitsmarkt die besten Chancen. Mit der sich abzeichnenden Nachfrage nach Fachkräften werden sich die Perspektiven künftig sogar noch verbessern." Aktuell sind im Kreis Viersen 1162 Jugendliche bis zu 25 Jahren ohne Job, fast 200 weniger als im August.

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Besonders stark wird in Zukunft der Personalbedarf im Bereich Pflege sein. "Krankenhäuser, Alten- und Behindertenheime und mobile Pflegedienste beschäftigen in zunehmendem Maße Fachkräfte und qualifizierte Hilfskräfte", erklärte Zielonkowsky. Schon heute herrsche in diesem Bereich Vollbeschäftigung, und der Bedarf werde weiter steigen. Gründe seien die steigende Lebenserwartung und der demografische Wandel. Im Gesamtbezirk der Agentur werden momentan 36 Kranken- und Gesundheitspfleger sowie 58 Altenpfleger gesucht. Hinzu kommen 18 offene Stellen für Pflegehelfer in der Kranken- und vier für Hilfskräfte im Bereich der Altenpflege. Zielonkowsky präsentierte dann auch eine seiner Meinung nach leicht umsetzbare Idee: die Teilzeitberufsausbildung, die auch in der Pflegebranche üblich sei. Zielgruppe seien junge Eltern: "Eine Mutter verfügt beispielsweise über Fähigkeiten und Erfahrungen, von denen die anderen Auszubildenden profitieren können. Kompetenzen wie Stressstabilität, Flexibilität oder Einfühlungsvermögen sind für sie vollkommen normal und auch im Pflegeberuf gefragt." Einige Krankenhäuser hätten damit schon gute Erfahrungen gemacht.

(RP/ac)
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