Diskussion um Tagebau-Folgen Was „Parents for Future“ im Kreis Viersen zum Kohle-Ausstieg fordern

Grenzland · Die Gruppe „Parents for Future“ im Kreis Viersen reagiert auf die Resolution des Kreises Viersen, seiner Kommunen sowie weiterer Kommunen, die Probleme durch einen auf 2030 vorgezogenen Kohle-Ausstieg im Rheinischen Revier sehen.

 Politiker und auch die Klimaaktivisten  „Parents for Future“ sind in Sorge um die Feuchtgebiete im Naturpark Schwalm-Nette.

Politiker und auch die Klimaaktivisten „Parents for Future“ sind in Sorge um die Feuchtgebiete im Naturpark Schwalm-Nette.

Foto: Jo Fink

(busch-) Die Gruppe „Parents for Future“ im Kreis Viersen reagiert auf die Resolution des Kreises Viersen, seiner Kommunen sowie weiterer Kommunen, die Probleme durch einen auf 2030 vorgezogenen Kohle-Ausstieg im Rheinischen Revier  sehen. Ihr Sorge: Wenn das Sümpfungswasser aus dem Tagebau fehlt, könnten Feuchtgebiete vertrocknen.

Dazu sagt die Gruppe „Parents for Future“:   Man solle nicht den Schutz der Feuchtgebiete und den Kohle-Ausstieg gegeneinander ausspielen. Das Problem sei nicht der frühere Ausstieg aus der Kohle, sondern dass RWE nach Aussage von Kreisumweltdezernent Rainer Röder nicht weiter sümpfen darf, wenn der Tagebau eingestellt wird. „Statt den Kohleausstieg zu verschieben, fordern wir eine Änderung der bestehenden Rechtslage, sodass RWE über die Beendigung des Tagebaus hinaus sümpfen darf und muss“, so die Klimaaktivisten. „Wir fordern eine eindeutige Stellungnahme der Politik und aller Beteiligten, die sich gegen eine Verlängerung des Kohletagebaus ausspricht“, so „PPF“. Wir fordern, dass der Verursacher, der Tagebaubetreiber RWE, die Kosten der Beseitigung der Tagebaufolgen zahlt und diese nicht zu Lasten der Allgemeinheit gehen.“

Die Feuchtgebiete würden Stützungswasser brauchen: Aus dem Tagebau abgepumptes Grundwasser müsse in den Naturpark gepumpt werden. Fehle dies, dann fielen die Feuchtgebiete trocken, weil sie ihren natürlichen Grundwasseranschluss  verloren haben.

Die Klimaaktivisten fragen, nach den Folgen des Kohle-Ausstiegs für die Wasserwirtschaft: „Im Braunkohleplan Garzweiler II ist seit 1995 vorgesehen, dass das Sümpfungswasser ab 2025 kontinuierlich reduziert wird und ab 2030 die Feuchtgebiete aus anderen Quellen gestützt werden müssen.“ Seit damals gebe es den Plan, das Stützwasser durch Rheinwasser zu ersetzen. Auch „Parents for Future“ fehlen Antworten, aber: „Dieses Problem ist unabhängig von dem konkreten Ausstiegsdatum aus der Braunkohleförderung.“ Problematisch sei die Flutung der Tagebau aus dem Rhein, der auch Wasser für die Feuchtgebiete liefern solle. „Diese Konkurrenzsituation stellt das Problem für die Wasserwirtschaft dar, nicht der Ausstieg aus der Braunkohleförderung.“   

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