Führungswechsel bei Niederkrüchtener CDU Der neue Vorsitzende die CDU will alte Stärke erreichen

Niederkrüchten · Der neue CDU-Vorsitzende Bernd Coenen aus Niederkrüchten-Brempt hat große Pläbe: Er will die CDU in Niederkrüchten wieder zu alter Stärke führen.

Bernd Coenen (l.) übernimmt den CDU-Vorsitz in Niederkrüchten von Reinhardt Lüger.

Bernd Coenen (l.) übernimmt den CDU-Vorsitz in Niederkrüchten von Reinhardt Lüger.

Foto: Bernd Nienhaus

(brh) Die Niederkrüchtener CDU will im Rat wieder die stärkste Kraft werden. Das ist das erklärte Ziel von Bernd Coenen (57), neu gewählter Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes in Niederkrüchten. Für die Kommunalwahl 2025 will er ein schlagkräftiges Team aufbauen. Einige Wahlkreise müssen neu besetzt werden.

Durch den Austritt von fünf Ratsmitgliedern aus der CDU-Fraktion im Januar 2022 wurden die Grünen zur stärksten Kraft im Gemeinderat. Der Wechsel an der Spitze der CDU hat aber andere Gründe: Der bisherige Vorsitzende Reinhardt Lüger (67) stellte sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl.

Sein Nachfolger Bernd Coenen lebt in Brempt und sieht sich als einen Konservativen, der Werte befürwortet. Als Vorsitzender will er für Integrität, Vertrauen und Authentizität stehen. Gleichzeitig unterstützt er als Geschäftsführer den Aufbau der MIT Niederkrüchten. „Wir sind eine politische Familie“, sagt Coenen, dessen Sohn Marcus Vorsitzender der MIT ist.

Im Gespräch mit Coenen und Lüger betonen beide, dass Niederkrüchten vor einem Paradigmenwechsel stehe. Sie meinen damit die Auswirkungen des geplanten Gewerbegebietes auf dem ehemaligen Flughafengelände in Elmpt. Das Thema sei sehr komplex. Es gehe nicht nur um neue Bürger, sondern zahlreiche Infrastrukturfragen zu klären. Die Niederkrüchtener Wählergemeinschaft und die Grünen stehen nach Meinung der CDU nicht hinter dem Ausbau. Das Projekt erfordere zudem mehr interkommunale Zusammenarbeit.

Beim Interkommunalen Bad wartet die CDU auf belastbare Zahlen. Beim emotionalen Thema Freibad ist für Lüger klar: „Beim Bürgerbegehren bin ich froh, dass die Demokratie vor Ort funktioniert, auch wenn mich das Ergebnis schmerzt.“ Das Thema werde die Politik noch vier, fünf Jahren begleiten.

Coenen und Lüger betonen das gute Verhältnis von Ortsverband und Fraktion und beziehen den Fraktionschef Johannes Wahlenberg dabei mit ein. Lüger meint, dass sich die politische Landschaft, nicht nur in Niederkrüchten, deutlich verändert hat. Als er mit seiner Frau 2000 nach Niederkrüchten zog, bestand die politische Landschaft im Wesentlichen aus CDU und SPD. Auch der Schwerpunkt der politischen Arbeit fand in der Fraktion statt, die Partei als strategischer Partner trat relativ wenig in Erscheinung. Als er 2012 die Geschäftsführung übernahm und 2016 zum ersten Mal zum CDU-Vorsitzenden in Niederkrüchten gewählt wurde, begann er, die strategische Komponente der politischen Arbeit auszubauen und neue Wege in der Parteiarbeit einzuschlagen; insbesondere, da seit 2004 nur parteilose Bürgermeister im Amt sind. Besonders erfreulich sei aktuell, dass die CDU ihre Mitgliederzahl von 160 gehalten habe. „Und fast jeden Monat tritt ein neues Mitglied in die CDU ein“, sagt Lüger.

(brh)
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