Irritationen in Hilden Warum jetzt Panzer durch Boisheim fuhren

Boisheim · Etliche Panzer auf einem Güterzug durch Boisheim haben bei vielen Menschen Fragen aufgeworfen. Wohin waren die Panzerhaubitzen und Bergpanzer unterwegs? Das Territoriale Führungskommando der Bundeswehr gibt Antwort.

Ein Militärtransport fuhr durch Boisheim. Unser Foto entstand am Bahnhof Hilden, wo der Zug hielt.

Ein Militärtransport fuhr durch Boisheim. Unser Foto entstand am Bahnhof Hilden, wo der Zug hielt.

Foto: Arthur Fuchs

Zahlreiche Boisheimer staunten nicht schlecht, als sie am Sonntag einen Zug mit zahlreichen Panzern durch den Viersener Stadtteil fahren sahen. Ganz ähnlich war es auch den Passanten des Hildener Bahnhofs gegangen: Dort stand der Zug mit mehreren Panzern am Sonntag auf einem Abstellgleis. „Was ist denn hier los?“, fragte ein Instagram-Nutzer und veröffentlichte einen kurzen Film der Szene. Manche vermuteten die Bundeswehr hinter dem Transport der Panzerhaubitzen. Fahrzeuge dieser Art waren erst vor Kurzem an die Ukraine geliefert worden.

Die Bundeswehr jedoch steckt nicht hinter dem Panzertransport – eine Sprecherin des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr klärt auf: „Bei dem militärischen Material handelt es sich um Haubitzen und Bergepanzer der niederländischen Streitkräfte.“ Die niederländischen Gefechtsfahrzeuge seien im Rahmen einer Übung in Deutschland zum Einsatz gekommen und befänden sich nun auf dem Rücktransport in ihre Heimatstandorte. Wo genau die Übung stattfand und was das Ziel war, erklärt die Bundeswehrsprecherin nicht.

Ein solcher Transport sei aber nichts Besonderes: „Militärisches Großgerät wird bei längeren Distanzen über die Schiene oder zum Teil auch über Schwerlasttransporte verlegt. Das verringert die Kosten und reduziert Schäden an Straßen und Autobahnen“, erklärt die Sprecherin des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr weiter. „Gleichzeitig begrenzt es den Verschleiß am Material.“ Warum der Zug in Hilden Station machte, konnte die Sprecherin nicht sage: „Für die Transportabwicklung und eventuelle Rast- und Ruhezeiten sind nach erteilter Einreise- und Durchfahrtgenehmigung die niederländischen Streitkräfte verantwortlich“, erklärte sie.

(tobi)
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