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Wahlplakate in Viersen vor der Stichwahl 2020 angezündet: SPD sieht Stimmungsmache nicht als Grund

Kriminalität in Viersen : SPD äußert sich zu zerstörten Wahlplakaten

Plakate verschiedener Parteien waren am Montag angezündet worden. Die CDU sieht einen Zusammenhang zu einer Stimmungsmache in den sozialen Medien. Die SPD hält das für weit hergeholt.

Auch Wahlplakate der Viersener SPD sind am späten Montagabend im Stadtgebiet angezündet worden. Das berichtete der Viersener SPD-Vorsitzende Michael Lambertz am Mittwoch. Dass in einem Wahlkampf Plakate beschädigt würden, sei nicht außergewöhnlich, damit müsse man einfach rechnen. „Aber Anzünden hat natürlich nochmal eine andere Qualität“, sagte er.

Der Parteivorsitzende der ebenfalls betroffenen Viersener CDU, Sebastian Achten, hatte am Dienstag öffentlich erklärt: „Angesichts der Stimmungsmache in den Sozialen Medien der vergangenen Tage war es anscheinend nur eine Frage der Zeit, bis wir diese Stimmung auch außerhalb erleben müssen.“

Lambertz betont, das Anzünden der Plakate mit Stimmungsmache in den sozialen Medien in Verbindung zu bringen, „halte ich für sehr weit hergeholt“. Um 23.30 Uhr am Montagabend waren Polizei und Feuerwehr alarmiert worden, weil nach Polizeiangaben Plakate verschiedener Parteien im Stadtgebiet angezündet worden waren.

Im Bereich des Bahnhofs wurde ein polizeibekannter tatverdächtiger  Viersener gefasst. Die Polizei ermittelt.

(naf)