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Landtagswahl Kreis Viersen Wahlplakate beschmiert und zerstört

Kreis Viersen · Neben Vandalismus sorgten zuletzt auch Stürme dafür, dass Plakate um- oder herunter fielen. Mehrere Parteien verzeichnen außerdem Plakat-Diebstähle.

 Ein umgestürztes Wahlplakat in Viersen.

Ein umgestürztes Wahlplakat in Viersen.

Foto: Daniela Buschkamp

Es ist ein Problem, das mehrere Parteien im Kreis Viersen betrifft: Unbekannte reißen Plakate zur Landtagswahl ab, beschmieren sie oder lassen sie gleich ganz verschwinden. „Am Kreisverkehr Gladbacher Straße/Josefsring in Viersen hingen sieben meiner Plakate, dann waren es nur noch fünf und jetzt sind alle weg“, berichtet etwa FDP-Kandidat Frank a Campo. Das gleiche habe sich am Viersener Bahnhof wiederholt. Fünf Plakate seien dort spurlos verschwunden. Dazu kämen die üblichen Schmierereien an weiteren Werbetafeln. A Campo spricht von einem Stil, den man nicht gewohnt sei. Er bezeichnet das Ganze als äußerst unangenehm.

Auch die Partei Die Linke verlor, wie ihre Kreissprecherin Jana van Helden berichtet, sämtliche Wahlplakate am Viersener Bahnhof. „Fünf Doppelplakate, die an Laternenmasten hingen, wurden heruntergerissen und zerstört“, informiert sie.

Die Grünen verzeichnen ebenfalls Plakat-Diebstähle und -Zerstörungen. Zum Beispiel in Nettetal: an der Kölner Straße in Kaldenkirchen, am Netto-Markt und am Wanderparkplatz in Breyell, am Hinsbecker Kreisverkehr und in Lobberich am Kreisverkehr in Nähe des Krankenhauses wurden Plakate besprüht, abgerissen oder aber vollständig geklaut, außerdem an verschiedenen Stellen in Tönisvorst. „Der Vandalismus hat tendenziell zugenommen. Wir haben Anzeige erstattet, schließlich handelt es sich um eine Straftat“, sagt Nicole Brumme, Kreisgeschäftsführerin der Grünen.

Die Partei Die Basis ist ebenso betroffen. Auf der Strecke von Schwalmtal in Richtung Mönchengladbach-Hardt wurden nach Angaben der Partei die Wahlplakate gestohlen, mit schwarzer Sprühfarbe beschmiert und teilweise zusätzlich abgerissen, außerdem auf der Strecke von Viersen-Dülken nach Viersen-Boisheim. Insgesamt sind es über 30 Plakate. „Wir sind erschüttert und über das herrschende Demokratieverständnis verwundert“, sagt Panagiota Kallianteri, Pressesprecherin des Kreisverbands Viersen. 

CDU und SPD hingegen berichten von keinen Problemen mit verstärktem Vandalismus im Zusammenhang mit Wahlplakaten. „Vereinzelt wurden mal Plakate beschmiert und beschädigt, wie zum Beispiel in Willich. Aber wir haben aktuell wenig Probleme. Bei der Bundestagswahl war es wesentlich schlimmer“, sagt CDU-Kreisgeschäftsführer Stephan Seidel. Dem kann sich der SPD Kreisverband anschließen. Die Orkanböen Anfang des Monats hätten für mehr Schäden an den Plakaten gesorgt, heißt es von Seiten der SPD-Geschäftsstelle.

Alle vom Vandalismus betroffenen Parteien haben indes nachplakatiert. Etwas, das für sie zu Mehrkosten und einem vermehrten Material- sowie Zeiteinsatz geführt hat. Zudem erstatteten die Parteien Anzeige bei der Polizei gegen Unbekannt.

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