Kreis Viersen: Vorsicht bei der digitalen Schatzsuche

Kreis Viersen: Vorsicht bei der digitalen Schatzsuche

Der Trend des Geocaching nimmt seit einigen Jahren rapide zu, ein Hobby, das Jung und Alt aktiv in die Natur treibt. Allerdings stellt der Nabu-Bezirksverband Krefeld-Viersen fest, dass die "Caches", also die als Ziele versteckten Schätze, oft in Naturschutzgebieten versteckt sind.

Das ist laut Landschaftsgesetz jedoch verboten. Denn diese Gebiete sind Rückzugsflächen für Tier- und Pflanzenarten, die es teilsweise an anderen Stellen nicht mehr gibt.

Nabu hat Anregung

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Daher bittet der Nabu Krefeld-Viersen darum, in Zukunft darauf zu achten, die Caches nicht in geschützten Gebieten abseits der Wege zu verstecken. Ebenso möchte der Naturschutzbund Spaziergänger und Wanderer hierfür sensibilisieren und bittet diese, Geocacher anzusprechen, wenn sie diese abseits der Wege sehen sollten. "Grundsätzlich hat der Nabu Krefeld-Viersen nichts gegen dieses Hobby, da es auch in die Natur hinaus treibt. Vielleicht gibt es auch passive Geocacher, also diejenigen, die Schätze auslegen, die dies mit dem Gedanken an Natur und ihren Reiz machen", teilt die Organisation mit, bittet aber darum, in Naturschutzgebieten die Caches nur direkt am Wegesrand zu verstecken.

Und die Naturschützer haben noch eine Anregung: "Wir würden es begrüßen, wenn Geocachingrouten oder Ziele auch auf die Reize der umgebenden Natur hinweisen würden. So nimmt der Schatzsucher auch noch etwas Nützliches ganz spielerisch mit auf seine Suche und sensibilisiert sich eventuell sogar selbst." Beim Geocaching werden sogenannte Schätze versteckt, wobei ess sich oft um banale Dinge in einem kleinen Behältnis handelt. Ebenfalls findet sich darin oft ein Logbuch, in dem sich jeder Finder eintragen kann. Finden können die Schatzsucher diese sogenannten Caches mittels GPS-Koordinaten, die sie im Internet auf speziellen Seiten für Geocaching abrufen können und sie dann mit dafür tauglichen Geräten suchen. Oft dienen Höhlen in Bäumen als Verstecke. Dies ist allerdings auch verboten, da sie Lebensraum für Vögel und andere Tiere sind, teilt der Nabu mit.

(RP/rl)
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