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Vorgezogenes Anmeldeverfahren für weiterführende Schulen in Viersen

Bildung in Viersen : Frühere Anmeldung für weiterführende Schulen

Das Anmeldeverfahren für alle städtischen weiterführenden Schulen in Viersen soll für das Schuljahr 2022/2023 vorgezogen werden. Das wurde einstimmig beschlossen.

Der Schulausschuss fasste den Beschluss einstimmig: Für das Schuljahr 2022/2023 soll die Stadt Viersen bei der Bezirksregierung Düsseldorf ein vorgezogenes Anmeldeverfahren für alle städtischen weiterführenden Schulen beantragen. Jede dieser Schulen dürfte dann mit Ausgabe der Halbjahreszeugnisse an den Grundschulen ihr Anmeldeverfahren starten – das reguläre Anmeldeverfahren für Schulen in kommunaler Trägerschaft startet erst zwei Wochen später.

Schulen, die sich nicht in der Trägerschaft der Stadt befinden – beispielsweise das Albertus-Magnus-Gymnasium in der Trägerschaft des Bistums Aachen – können bereits mit Ausgabe der Halbjahreszeugnisse Anmeldungen annehmen. Für die Schulen in städtischer Trägerschaft ist eigentlich geregelt: Wenn eine städtische weiterführende Schule einen Anmeldeüberhang verzeichnet – also Kinder abweisen muss, weil alle Klassen voll sind –, kann der Träger für das folgende Jahr das vorgezogene Anmeldeverfahren beantragen.

Die Anne-Frank-Gesamtschule nutzt dies seit Jahren, zuletzt hatte auch die Johannes-Kepler-Realschule einen Überhang zu verzeichnen und konnte das Anmeldeverfahren vorziehen. Davon profitierte auch die Realschule An der Josefskirche: Denn wenn einer Schule die Schulform des vorgezogenen Anmeldeverfahrens bewilligt wird, gilt dies auch für die übrigen Schulen dieser Schulform in der Stadt. Am Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium ergab sich nun erstmals im laufenden Schuljahr 2021/2022 ein deutlicher Anmeldeüberhang. Die Stadt könnte also für das kommende Schuljahr ein vorgezogenes Anmeldeverfahren nur für die Gesamtschule, die Realschulen und die Gymnasien beantragen. Doch der Schulausschuss folgte dem Vorschlag der Verwaltung, die Hauptschule und die Primus-Schule einzubeziehen, auch wenn dort voraussichtlich keine Anmeldeüberhänge zu erwarten seien. Somit könne eine einheitliche Vorgehensweise für alle Schulen ermöglicht werden.

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In der Sitzung hatten die anwesenden Schulleiter deutlich gemacht, dass sie sich gemeinsam für das vorgezogene Anmeldeverfahren aussprechen. „Ich bitte Sie, das umzusetzen, was wir als Schulleiter beschlossen haben“, sagte Thomas Küpper, Leiter der Johannes-Kepler-Schule. Denn so könnten auch Wettbewerbsnachteile ausgeglichen werden.

(naf)