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Vor Stichwahl 2020 - noch mehr Bürger in Viersen und Nettetal wollen Briefwahl machen

Stichwahl 2020 in Viersen und Nettetal : Vor Stichwahlen: Noch mehr Bürger wollen per Brief wählen

Bei der Kommunalwahl am 13. September lag die Briefwählerquote bereits auf einem Rekordwert. Bei den Bürgermeister-Stichwahlen am Sonntag dürfte sie noch einmal deutlich steigen.

Vor den Bürgermeister-Stichwahlen in Viersen und Nettetal verzeichnen beide Städte eine verstärkte Nachfrage nach Briefwahl. „Zusätzlich zu den Briefwahlanträgen zur Kommunalwahl am 13. September sind rund 1000 weitere Briefwahlanträge bei uns eingegangen“, erklärte Viersens Stadtsprecher Frank Schliffke.

In Viersen stehen CDU-Herausforderer Christoph Hopp und Amtsinhaberin Sabine Anemüller (SPD) auf dem Stimmzettel – beide hatten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit verpasst. Hopp erzielte 40,5 Prozent, Anemüller kam auf 38,8 Prozent. Der Anteil der Briefwähler erreichte mit 39,9 Prozent bei der Bürgermeisterwahl in Viersen einen Rekordwert.

Auch in Nettetal kommt es am Sonntag, 27. September, zur Stichwahl. Dort stellt sich Amtsinhaber Christian Wagner (CDU) dem gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten von Grünen, SPD und FDP, Christian Küsters (Grüne). Küsters erhielt 48,1 Prozent der Stimmen, Wagner 37,5. In Nettetal hatten bei der Bürgermeisterwahl am 13. September gut 6400 Wähler Briefwahl gemacht; ihr Anteil lag bei 37,6 Prozent. „Bei uns sind derzeit 7401 Anträge auf Briefwahl gestellt worden“, erklärte Stadtsprecher Frank van der Velden am Donnerstag.

Bei einem kleinen Teil der Briefwähler gibt es derzeit ein Problem: Ihnen wurden die Unterlagen noch nicht zugestellt. „Die Briefwahl-Unterlagen wurden bereits in der vergangenen Woche von uns fristgerecht verschickt“, erklärte Nettetals Stadtsprecher. Wie viele Wähler von dem Problem genau betroffen sind, stand am Donnerstag nicht fest. Es soll sich aber in Nettetal um rund 100 Bürger handeln. Auch in der Stadt Viersen sind Unterlagen nicht bei den Briefwahl-Antragstellern angekommen, erklärte Stadtsprecher Frank Schliffke. „Zum Beispiel, weil der Zusteller den Empfänger nicht ausfindig machen konnte.“ Betroffene sollen sich schnellstmöglich bei der Wahldienststelle melden. Schliffke: „Es kann sein, dass die Unterlagen an uns zurückgeschickt wurden.“ Sollten die Unterlagen verloren gegangen sein, müssen sie für ungültig erklärt werden, damit doch noch gewählt werden kann. „Ein persönliches Erscheinen ist Voraussetzung“, erklärt der Stadtsprecher. Die Viersener Wahldienststelle hat am Freitag von 8 bis 18 Uhr geöffnet, sie befindet sich im Stadthaus am Rathausmarkt, Das Nettetaler Wahlbüro öffnet ebenfalls am Freitag von 8 bis 18 Uhr, ist telefonisch erreichbar unter 02153 8981707 und befindet sich im Ratssaal des Rathauses, Doerkesplatz 11.