Volles Haus beim Mundartnachmittag des Heimatvereins Waldniel

Mundartnachmittag in Schwalmtal : Lustige Geschichten in „Neller Plott“

Beim Mundartnachmittag des Heimatvereins ging es um Hausschlachtungen, Kirmes und Kuren.

Geschichten aus vergangenen Tagen und Anekdoten in „Neller Plott“ haben dem Heimatverein Waldniel bei seinem Mundartnachmittag wieder ein volles Haus beschert. Josef Peters, Remy Heepen, Margret Crisp, Gabriele Webe, Jutta Peters, Leo Mai, Maria Küppers und Klaus Müller traten ans Rednerpult in der Gaststätte Bax-Tacken und erzählten lebendig aus früheren Zeiten. Da ging es beispielsweise um das Schlachten eines Ferkels – ein Ereignis, das die Kinder damals sehr spannend fanden. Sie waren stolz, als der Fleischbeschauer nicht nur dem Tier den wichtigen blauen Unbedenklichkeitsstempel aufsetzte, sondern auch den Kindern die Arme abstempelte. Die Besucher des Mundartnachmittags erfuhren auch, was alles in der Blut- oder Leberwurst landete und was für den „Tüüt“ (Panhas) übrigblieb. Ein Kempener Metzger schenkte dem Heimatverein ein Bild von einer Hausschlachtung. Wie Klaus Müller, Vorsitzender des Heimatvereins, den Gästen berichtete, habe ihm der Metzger bei der Übergabe gesagt: „Das kann ich mir doch nicht ins Wohnzimmer hängen.“

Es ging um die Herbstkirmes, wo beim Pflaumenkuchen-Backen die Mutter mit ihrer neuen Dauerwelle am Fliegenfänger kleben blieb, und auch um die Erlebnisse bei einer Schönheitskur. Außerdem erzählten die Redner, was beim Tapezieren alles passieren kann und was zwei Bauern machten, die mit ihren Karren auf dem Weg nicht aneinander vorbeikamen.

In der Pause genossen die Besucher Kaffee und Kuchen – und Müller nutzte die Gelegenheit, für eine Mitgliedschaft im Heimatverein zu werben, der die Heimatstube betreibt und ein abwechslungsreiches Jahresprogramm bietet. Informationen gibt es im Internet unter www.heimatvereinwaldniel.de.

(bigi)
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