Volksverhetzung: Mann aus Viersen-Dülken muss 66 Tage ins Gefängnis

Haftbefehl gegen Viersener : Volksverhetzung: Dülkener muss 66 Tage ins Gefängnis

Ein 39-jähriger Mann aus Viersen-Dülken muss wegen Volksverhetzung ins Gefängnis. Das Gericht hatte den Dülkener zu einer Geldstrafe von 1340 Euro verurteilt. Da er das Geld nicht gezahlt hatte, sollte er eine Ersatzfreiheitsstrafe von 66 Tagen absitzen.

Da er von der drohenden Verhaftung wusste, war er untergetaucht. Den Fahndern des Kriminalkommissariats 4 gelang es am Dienstag, den Gesuchten in der Wohnung eines Angehörigen festzunehmen. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der Dülkener hat nun für 67 Tage einen festen Wohnsitz in einer Justizvollzugsanstalt – ein Tag mehr, weil er auch ein Bußgeld in Höhe von zehn Euro nicht zahlen konnte. Wenn man ein Bußgeld oder ein Verwarngeld nicht bezahlt, droht am Ende die Erzwingungshaft. Das bedeutet, dass der Staat dem säumigen Zahler durch die Haft klar machen will, dass er zahlen muss. Es ist dabei nicht so, dass man die fälligen zehn Euro durch einen Tag „Absitzen“ erledigen kann. Man soll im Gefängnis vielmehr darüber nachdenken und verstehen, dass man die Strafe wird zahlen müssen.

(mrö)
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