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Volksbank Viersen: Mit guten Zahlen ins neue Geschäftsjahr

Wirtschaft in Viersen : Volksbank Viersen geht mit guten Zahlen ins neue Geschäftsjahr

Die Vertreterversammlung beschloss eine Dividende von vier Prozent. Eine Änderung gibt es im Aufsichtsrat des Kreditinstituts. Und: Die vielen Geldautomatensprengungen ließen die Verwaltungsausgaben ansteigen.

Die Volksbank Viersen ist positiv ins neue Geschäftsjahr gerstartet. Das erklärten die beiden Vorstände Jürgen Cleven und Michael Willemse jetzt bei der Vertreterversammlung in der Festhalle Viersen. Die beschloss eine Dividende für die Genossen von erneut vier Prozent. Und: Die Geldautomatensprengungen belasten das Verwaltungsergebnis.

Im ersten Quartal hielten der Wunsch nach Baufinanzierungen und die Anlage in rentable Geldanlagen weiterhin an, erklärten die beiden Vorstandsmitglieder. Vermutlich setze sich der positive Trend durch die weltweiten Krisen — Corona, Krieg in der Ukraine und Inflation — künftig nicht so stark fort wie im ersten Quartal. Die Volksbank Viersen ist aber zuversichtlich, dennoch zu profitieren, weil in diesen Zeiten und gerade bei komplexen Finanzangelegenheiten eine Beratung unverzichtbar sei. „Spezialisten finden Kunden in allen sechs Geschäftsstellen in Viersen, Dülken, Süchteln, Amern, Waldniel und Niederkrüchten.“

Das Geschäftsjahr 2021 war für das Kreditinstitut sehr gut verlaufen: die Wachstumszahlen lagen in allen Bereichen im zweistelligen Bereich, und die Bilanzsumme überschritt erstmals die Milliardengrenze. Starke Steigerungen konnten in den Bereichen Kredite, Einlagen und im betreuten Kundenvolumen verzeichnet werden. Kredite stiegen um 11,4 Prozent, Einlagen um 11,1 Prozent und das Kundenvolumen um 10,8 Prozent an. Bei den Einlagen stiegen hauptsächlich die Termineinlagen und die Sichteinlagen deutlich an. Spareinlagen gingen leicht zurück.

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In der Gewinn- und Verlustrechnung machten sich hohe Aufwendungen für Überschwemmungsschäden in Dülken und gesprengte Geldautomaten (drei Sprengungen in 2021) bemerkbar, was die gesamten Verwaltungsaufwendungen leicht anstiegen ließ. Dennoch fiel das Betriebsergebnis mit 1,1 Prozent zur Bilanzsumme sehr positiv aus. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Ergebnis aller Volksbanken im Verbandsgebiet beträgt 0,8 Prozent.

Gestiegen sind auch die Steuerzahlungen: Von den knapp vier Millionen Euro kommen den Gemeinden Niederkrüchten und Schwalmtal sowie der Stadt Viersen mehr als 2,2 Millionen Euro zu. 110.000 Euro schüttete die Volksbank aus ihrem Gewinnsparen an Vereine in der Region aus.

Im Aufsichtsrat schieden Anne Kolanus, Alfons Butzen und Norbert Vortmann turnusgemäß aus. Anne Kolanus und Alfons Butzen wurden wiedergewählt. Norbert Vortmann konnte aus Altersgründen nicht wieder gewählt werden. Seinen Platz nimmt ab sofort Sabine Bröckskes-Wetten ein, die von der Versammlung einstimmig in den Aufsichtsrat gewählt wurde.