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Viersen: Viersener Hochstapler

Viersen : Viersener Hochstapler

Zu den 60 besten Staplerfahrern Deutschlands zählt er bereits. Hermann Tempel setzte sich bei den bundesweiten Regionalmeisterschaften mit knapp 2000 Teilnehmern durch. Nun kann der Viersener Deutscher Meister werden.

Die Aufregung steht Hermann Tempel ins Gesicht geschrieben, wenn er an das bevorstehende Wochenende denkt. Vom heutigen Donnerstag bis zum kommenden Samstag nimmt der Viersener zum ersten Mal an den Deutschen Meister im Staplerfahren in Aschaffenburg am Rande des Spessarts teil. "Ich freue mich riesig auf die Meisterschaften. Aber ich kann in keiner Weise abschätzen, wie meine Chancen stehen. Schließlich treten hier die besten Teilnehmer der insgesamt 26 Regionalmeisterschaften an", erzählt Tempel.

14. Platz bei Premiere

Im vergangenen Jahr meldete sich der 42-Jährige zum ersten Mal bei den Regionalmeisterschaften an. Tempel hatte einen Aushang zu dem Event in der Düsseldorfer Firma DUS Cargo Center, für die er arbeitet, gelesen und spontan entschlossen mitzumachen. Er erreichte einen 14. Platz.

In diesem Jahr hatte Tempel sich vorgenommen, besser zu werden, und schaffte es auch. Bei den Qualifikationswettkämpfen in Haan sicherte er sich mit Platz zwei die Qualifikation für die Teilnahme um den Titel "Deutscher Meister im Staplerfahren". In Haan galt es zunächst, drei Aufgaben zu bewältigen. Zuerst mussten auf Metallstiften liegende Golfbälle mit den Zinken eines Gabelstaplers, auf dem wiederum ein Matchbox-Stapler befestigt war, auf eine andere Halterung legen. Danach kam ein kleiner Elektrostapler zum Einsatz, mit dem Blumentöpfe aufgenommen werden mussten und als dritte Aufgabe mussten farbige Gitterboxen entsprechend ihrer Farbe und in einer bestimmten Reihenfolge sortiert aufgebaut werden. Drei Minuten hatte jeder Fahrer Zeit, dann gab es entsprechend der Leistung Punkte. Je 100 pro Spiel konnten erreicht werden. 55 Teilnehmer traten bei den drei Geschicklichkeitsaufgaben gegeneinander an, die besten zwölf kamen ins Finale, darunter Tempel.

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Bei der Finalaufgabe galt es, mittels einer an den Zinken befestigten Regenrinne kleine Bälle in eine Säule zu kippen. Je höher die Säule befüllt war, um so mehr Punkte gab es. "Dann wurde vom zwölften Platz an rückwärts gezählt. Bei Platz sechs wurde ich kribbelig. Als schließlich bei Platz zwei mein Name fiel, konnte ich es gar nicht glauben", erinnert sich Tempel. 320 Punkte von 400 möglichen hatte der Viersener, der seit zehn Jahren Stapler fährt, erreicht.

Er fahre gerne Stapler und die Arbeit in der Firma sei das beste Training. Wenn 15 Stapler auf engsten Raum fahren würden, dann sei das Training pur. Am schwierigsten empfand Tempel die Aufgabe mit den Golfbällen. "Da mussten wir mit einem Seitenstapler fahren und den fahre ich normalerweise bei der Arbeit nicht", erklärt er. Doch auch das war kein Hindernis für ihn.

Jetzt freut er sich auf Aschaffenburg, wo es am Samstag im Finale um den Titel geht. Eins möchte er dabei auf keinen Fall werden und das ist letzter.

(tref)