Advent in Viersen Süchtelns Weihnachtsmarkt ist märchenhaft

Viersen · Wo kann man den Froschkönig treffen, Glühwein trinken und das eine oder andere Geschenk für Weihnachten kaufen? Beim Süchtelner Weihnachtsmarkt ging das jetzt.

Süchtelns Weihnachtsmarkt bot reichlich Gelegenheiten, Weihnachtsgeschenke einzukaufen.

Süchtelns Weihnachtsmarkt bot reichlich Gelegenheiten, Weihnachtsgeschenke einzukaufen.

Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)

Auf dem Lindenplatz lugten ein Rotkäppchen samt Körbchen und ein Wolf aus Tannenbäumen hervor, die wie ein Wäldchen aufgestellt waren. Ein Stückchen weiter sahen die Besucher des Süchtelner Weihnachtsmarktes den gestiefelten Kater – ebenfalls auf einem großen bemalten Aufsteller. Vor dem Winterdorf der Rheinischen Landjugend grüßte der Prinz aus dem Märchen „Dornröschen“, die Aktion „Viersen blüht“ hatte sich bei ihrer Deko für den Froschkönig mit viel Tannengrün und einem Gesicht aus Pfeifenputzern entschieden. Mit weiteren, individuell geschmückten Tannenbäumen und der Weihnachtsbeleuchtung hatte Süchteln sich vorweihnachtlich herausgeputzt und das trug auf der ganzen Linie zu einem besonderen Ambiente beim Märchen- und Weihnachtsmarkt bei.

Liebevoll dekorierte Stände, voller Ideen für Weihnachtsgeschenke oder aber für den eigenen Haushalt, locken in der gesamten Fußgängerzone. Markus Jennen präsentierte seinen Eisenarbeiten – nicht nur zu weihnachtlichen Themen wie Engel, Elch und Tannenbaum. Jennen hat auch eine Miniatur-Ausgabe des Eiffelturms geschaffen. Weit mehr als ein Meter hoch war sie an seinem Stand ein Hingucker. „Ich fertige auch nach Kundenwünschen an“, sagt der Dülkener.

Im Weberhaus war ein Weihnachtsbasar eingezogen. Verschiedene sozialen Organisationen hatten allerlei kreativ gestaltete Dinge im Gepäck. Bei der Aktionsgemeinschaft Westafrika gab es Schönes und Praktisches aus Afrika und bei der Franziskusschule unter anderem mit Filz umgebene Seifen und Minikrippen. Die von Laura Wozniczak hergestellten Lichtboxen zogen am Stand der „Notfelle Niederrhein“ die Blicke auf sich. Wozniczak hat weihnachtliche Landschaften aus Holzbrettern ausgelasert und diese mit LED-Licht versehen. Andere Ehrenamtler hatten Kerzen gegossen, aus Tassen Futterglocken für Vögel gemacht und Wichtel aus kleinen Tontöpfen entstehen lassen. Ob Lebenshilfe oder Bodelschwinghaus, sie alle verkaufen für den guten Zweck.

Bei Sandra und Stefan Groß zogen derweil verlockende Düfte aus der gewaltigen Gulaschkanone auf dem Lindenplatz. „Huusgemaat“ heißt es bei ihnen, wobei Grünkohl und Erbsensuppe stark nachgefragt waren und von den Käufern durchweg das Urteil „sehr lecker“ bekamen.

Kunst fehlte auch nicht. Im Süchteln Büro waren die abstrakten Fotoarbeiten von Richard Caelers und die Werke der Malerin Uta Kretschmann zu sehen. Ihre Bilder gaben einen Vorgeschmack auf den noch fernen Sommer: Blüten, Blumenziebeln im Glas, das Häuschen in den Dünen und Strandszenen ließen die aktuellen Temperaturen um den Gefrierpunkt herum vergessen. Der Glühwein schmeckte bei diesem Wetter allerdings besonders gut und erfreute sich reger Nachfrage.

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