Barrierefrei in Viersen-Süchteln Spatenstich für 170.000-Euro-Spielplatz

Viersen-Süchteln · In rund drei Wochen soll der Spielplatz an der Josef-Steinbüchel-Straße in Süchteln nicht mehr wiederzuerkennen sein. Er wird für 170.000 Euro umgestaltet. Was ist dort genau geplant?

 Beim Spatenstich: Projektbeteiligte aus der Verwaltung und den städtischen Betrieben, Mitglieder des Stadtrats sowie Bürgermeisterin Sabine Anemüller (4. von rechts) und Beigeordneter Ertunç Deniz (5. von links).

Beim Spatenstich: Projektbeteiligte aus der Verwaltung und den städtischen Betrieben, Mitglieder des Stadtrats sowie Bürgermeisterin Sabine Anemüller (4. von rechts) und Beigeordneter Ertunç Deniz (5. von links).

Foto: Stadt Viersen

In Süchteln hat jetzt Zum offiziellen Spatenstich für die zeitgemäße Neugestaltung des Spielplatzes an der Josef-Steinbüchel-Straße in Süchteln trafen sich jetzt Verantwortliche der Stadt mit Projektbeteiligten aus der Verwaltung, den städtischen Betrieben und der ausführenden Fachfirma. Ebenfalls anwesend waren Bürgermeisterin Sabine Anemüller, Beigeordneter Ertunç Deniz und Mitglieder der Ratsfraktionen.

Die mehr als 2000 Quadratmeter große Spielfläche an der Josef-Steinbüchel-Straße zählt zu den sogenannten Mittelpunktspielflächen der Stadt Viersen. Dabei handelt es sich um besonders attraktive Spielplätze, die über ihre direkte Nachbarschaft hinaus eine Versorgungsfunktion erfüllen. Hierher kommen auch Eltern und Kindern aus weiter entfernten Stadtteilen und Stadtbezirken zum Spielen.

 So sah der Sielplatz an der Josef-Steinbüchel-Straße bisher aus. Dort werden 14 neue Spielgeräte installiert.

So sah der Sielplatz an der Josef-Steinbüchel-Straße bisher aus. Dort werden 14 neue Spielgeräte installiert.

Foto: Martin Röse

Die Neugestaltung der Spielfläche in Süchteln geht auf einen Ratsbeschluss vom Dezember 2022 zurück. Beschlossen wurde damals die Bereitstellung von 170.000 Euro. Nach Schätzung der Verwaltung entfallen davon knapp 114.000 Euro auf Spielgeräte inklusive Aufbau und Fallschutz. Hinzu kommen gut 58.000 Euro für Arbeiten an Wege-, Pflanz- und Rasenflächen sowie weiterer Ausstattung, etwa Jugendbänke und Abfalleimer. Diese Summe wird, so hat es der Stadtrat beschlossen, unabhängig vom jährlichen Budget zur Verfügung gestellt, das die Stadt nutzt, um die Spielplätze mit Geräten auszustatten. Derzeit stehen für die Ausstattung der 91 Spielflächen in Viersen regelmäßig pro Jahr 100.000 Euro zur Verfügung.

Nach Ausschreibung wurde die Firma Eibe mit der Planung und Ausführung des neuen Spielplatzkonzeptes beauftragt. Das Unternehmen entwickelte die thematische Leitidee „Viersen, die alte Weberstadt“ mit Bezug zur Stadt- und Quartiersgeschichte. Die vorhandene Wegführung und der gewachsene Baumbestand wurden in das neue Konzept mit aufgenommen.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Berücksichtigung von Inklusionsaspekten gelegt. An der Ideenfindung beteiligten sich Mädchen und Jungen der örtlichen Jugendzentren Evve und Josefshaus. Dazu gab es die Möglichkeit für alle Interessierten, über eine Online-Plattform Ideen und Wünsche für die Neugestaltung des Spielplatzes einzubringen.

Mit dem Baubeginn werden nun insgesamt 14 neue Spielgeräte unterschiedlicher Größen installiert. In einem Teil des neuen Spielplatzes werden die Nutzer in die „Weberei“ geführt - einer Kombination aus unterschiedlichen Geräten; sie ist auch für Rollstuhlfahrer ohne Barrieren zu erreichen. Dann kann mit Sand gespielt werden, es gibt Klettermöglichkeiten und Spieltafeln, die unterschiedliche Sinne ansprechen. Gedacht ist die Weberei für Kinder von zwei bis acht Jahre, die von ihren Eltern oder Großeltern begleitet werden. Weiterhin gibt es eine Kreativplattform „Färberei“, die jüngere Kinder von einem bis vier beziehungsweise sechs Jahre etwa für Sandspiele nutzen können. Über Balancierpfade geht es zum nächsten Bereich. Entlang des roten Fadens werden Spielpunkte wie ein Sitz-/Stehkarussell, ein Reck sowie eine Sitzplattform mit Hängematte verbunden. Der blaue Faden führt zur zweiten Attraktion: einem großen Stangenkletter-Objekt für alle ab fünf Jahre. Um ein zentrales Raumnetz sind vier weitere Spielmöglichkeiten gruppiert: ein Nesthocker, eine Rutsche mit Handlauf, ein Squirl (Drehgerät) und ein Curver (Schwingteil).

Die Bauzeit wird nach Angaben der Stadtverwaltung voraussichtlich etwa drei Wochen betragen. Nach Aushärtung der Betonfundamente kann der Spielplatz dann eröffnet werden.

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