Viersen: Straßen auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule wurden saniert

Verkehrserziehung in Viersen : Neue Ampeln für die Verkehrsschule

Teile der Anlage am Hochfeldweg konnten zeitweise wegen Unfallgefahr nicht genutzt werden. Jetzt hat die Verkehrswacht Straßen ausbessern, außerdem moderne Schilder und Signalanlagen aufstellen lassen.

Die Miniatur-Straßen auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule in Dülken waren einfach nicht mehr sicher genug. „Wir mussten zum Teil Stücke absperren, damit wir keine Unfallgefahr hatten“, sagt Hans Jansen, der Geschäftsführer der Verkehrswacht Viersen. Baumwurzeln hatten an mehreren Stellen den Asphalt so hoch gedrückt, dass er aufplatzte und zentimeterhohe Wellen schlug. Selbst erwachsene Radfahrer hätten bei so einem Straßenbelag Probleme, die Spur zu halten, ergänzt Jansen. Ein paar flachere Bodenwellen gibt es auf dem städtischen Gelände jetzt immer noch, doch die Gefahrenstellen sind beseitigt: Von Mitte Dezember bis Mitte März haben Mitarbeiter der Stadt die Straßen saniert, neue Ampeln säumen jetzt die Wege. „Insgesamt hat alles rund 27.000 Euro gekostet“, berichtet Jansen.

Seit 1980 betreibt die Verkehrswacht in der ehemaligen Volksschule am Hochfeldweg 10 ihre Jugendverkehrsschule. „Im Jahr werden hier etwa 2500 Schüler unterrichtet“, erzählt Hans Jansen. Vormittags lernen Grundschüler in der Anlage, wie sie sich als Radfahrer im Straßenverkehr richtig verhalten. Auch Balance-Übungen gehören zum Training dazu. Später am Tag sind Mofa- und Elektroroller-Fahrer auf dem kleinen Rundkurs unterwegs. Ein Mofa-Schüler sei sogar mal wegen einer Bodenwelle gegen einen Baum gefahren, weiß Hans Jansen. In den vergangenen zweieinhalb bis drei Jahren sei die Unfallgefahr auf dem Übungsplatz so groß geworden, dass nun gehandelt werden musste.

Mitarbeiter der Stadt haben insgesamt rund 100 Arbeitsstunden auf dem Gelände der Verkehrsschule verbracht. Sie erneuerten unter anderem Straßenbelag, legten Kabelschächte für Ampeln, stellten neue Verkehrsschilder auf, entfernten Wurzeln und Bäume. Jansen rechnet vor: „Die Asphaltarbeiten kosteten ungefähr 11.000 Euro, zwei Baumfällungen ungefähr 1000 Euro, die Ampelanlage 10.600 Euro.“ Die etwa 50 neuen Verkehrsschilder sponserte das Unternehmen Adco, die Stadt Viersen half mit einem gebrauchten Steuergerät für die Ampelanlage aus, Siemens gab 5000 Euro Rabatt auf die 13 Ampeln. Die Restkosten für die Ampeln teilten sich die Volksbank Viersen und die Verkehrswacht zu gleichen Teilen. „Wir sind wahnsinnig gut unterstützt worden“, sagt Hans Jansen. „Natürlich wäre es schön, wenn die Straßendecke jetzt komplett neu gemacht wäre“, räumt der Geschäftsführer der Verkehrswacht ein. Aber das sei derzeit finanziell nicht möglich.

Bei einem Ortstermin zeigte Jansen jetzt der neuen Schul- und Jugenddezernentin der Stadt, Cigdem Bern, die Verkehrsschule. Zu den Gästen gehörten auch der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Viersen, Jürgen Cleven, und der Leiter des städtischen Gebäudemanagements, Ralf Lentzen. „Ich finde, die Schule ist in einem sehr guten Zustand“, sagte Bern. „Wir sind froh, dass wir dieses Angebot hier haben“, betonte sie. Die Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht sei wichtig „zur Reduzierung der drastisch ansteigenden Zahl der Fahrradunfälle“.

Jürgen Cleven, Volksbank, Schul- und Jugenddezernentin Cigdem Bern, Hans Jansen, Geschäftsführer der Verkehrswacht. Foto: Nadine Fischer

Dass der Asphalt auf den Miniatur-Straßen auch nach der Sanierung nicht überall glatt ist, berge keine Unfallgefahr für die jungen Radfahrer, betonte Jansen. „Das sind sozusagen reale Bedingungen“, ergänzte Lentzen: Schließlich seien die Radwege, auf denen die Kinder außerhalb der Schule fahren, auch nicht alle glatt.

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