Viersen: Viersen: SPD und Linke wollen Beigeordneten-Stelle einsparen

Viersen: Viersen: SPD und Linke wollen Beigeordneten-Stelle einsparen

Geht es nach den Sozialdemokraten und der Linkspartei im Viersener Stadtrat, soll die Stelle des Beigeordneten Paul Schrömbges im kommenden Jahr gestrichen werden.

Im September 2018 endet die Wahlperiode des dann 65-jährigen Schrömbges', der in seinem Geschäftsbereich für die drei Fachbereiche "Soziales und Wohnen", "Kinder, Jugend und Familie" sowie "Schule, Kultur und Sport" verantwortlich zeichnet. Gestern reichten die beiden Fraktionen einen gemeinsamen Prüfauftrag bei der Bürgermeisterin ein: Die Verwaltung möge einen Vorschlag zur Verteilung der Geschäftskreise unter Berücksichtigung von zwei Beigeordneten vorlegen.

"Die Haushaltssituation der Stadt Viersen ist unverändert kritisch", sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Manuel García Limia. "In der Verwaltung wurden bereits viele Stellen gekürzt - im operativen Bereich. Führungskräfte waren davon nicht betroffen." SPD und Linken gehe es darum, ein Signal zu setzen. Allerdings eines, das auch hilft, den Haushalt zu entspannen. "Ein sechsstelliger Betrag lässt sich auf diese Weise pro Jahr einsparen", sagt García Limia.

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Christoph Saßen (Die Linke) betont in der Antragsbegründung, die zusätzliche Arbeitsbelastung für den dann verkleinerten Verwaltungsvorstand sei vertretbar, "da das entsprechende Modell auch in anderen Städten vergleichbarer Größenordnung vorzufinden ist". Zum Beispiel in Bergisch Gladbach. Die 110.000-Einwohner-Stadt kommt mit zwei Beigeordnetem und einem Co-Dezernenten aus. "Die Hierarchien sind ausgedünnt, ein großer Teil der Verantwortung für das, was die Verwaltung leistet, liegt bei den Kolleginnen und Kollegen ,an der Basis'", heißt es dort aus dem Rathaus.

García Limia: "Schrömbges' Fachbereich passt sehr gut zu Frau Anemüller."

(mrö)