Spielplätze in Viersen SPD-Kritik: „Schäden an Spielgeräten entstehen nicht über Nacht“

Viersen · Vor dem Jugendhilfeausschuss am Dienstag, 28. Mai, übt nach der CDU auch die SPD Kritik am Spielgeräte-Abbau der Verwaltung. Warum die Stadt nach ihrer Ansicht anders hätte handeln können.

 Auch dieser Rutschenturm ist laut Stadt nicht mehr verkehrssicher.

Auch dieser Rutschenturm ist laut Stadt nicht mehr verkehrssicher.

Foto: Martin Röse

Nach der CDU kristiert auch die SPD das Vorgehen der Stadt beim Abbau von nicht mehr verkehrssicheren Spielgeräten. „Dass Spielgeräte, die die Kinder bei Nutzung gefährden, instandgesetzt oder auch abgebaut und kurzfristig ersetzt werden, ist eine Selbstverständlichkeit“, erklärt Dirk Lenzkes, stellvertretender Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses. Wie es jedoch geschehen könne, dass kurz nach Beschluss des städtischen Haushaltes eine Liste erstellt werde, deren Kosten das jährliche Budget so deutlich überschreiten, dass etwa ein zentrales Spielgerät des Spielplatzes an der Jupp-Rübsam-Straße zunächst nicht ersetzt werden könne, das erschließe sich der Viersener SPD nicht.

Auf 16 (in einer früheren Artikelversion stand irrtümlich 18) Spielplätzen musste die Stadt Geräte abbauen, weil sie nicht mehr verkehrssicher waren. Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche nannte dies im Interview mit der Rheinischen Post alternativlos. Hätte die Stadt nicht gehandelt, hätten sich Kinder verletzen können.

Die SPD meint dazu: „Da diese Schäden nicht über Nacht entstanden sein können, hätte dies bereits bei der Haushaltserstellung berücksichtigt werden müssen. „Man hätte über die notwendige finanzielle Ausstattung des Budgets sowie über eine Priorisierung der anstehenden Arbeiten im Ausschuss oder im Rat reden müssen“, kritisiert Lenzkes weiter.

Für Unmut bei der SPD sorge insbesondere, dass Lücken nicht zeitnah, sondern erst in den Folgejahren geschlossen werden könnten. „Als die heutige Spielplatzstruktur beschlossen wurde, haben Verwaltung und Politik sich gemeinsam und mit breiter Mehrheit dazu entschlossen, einige dezentrale, kleinere Spielflächen zu schließen, um die verbleibenden Spielplätze mit den entstehenden finanziellen Freiräumen qualitativ erstklassig auszustatten“, so Lenzkes. Dies habe man den Menschen in Viersen versprochen. Die aktuelle Situation sei nicht hinnehmbar.

Info Das Thema ist in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses TOP 8 auf der öffentlichen Tagesordnung. Die Sitzung beginnt am Dienstag, 28. Mai, um 18 Uhr im Bürgerhaus Dülken

(busch-)
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