Karneval 2024 in Alt-Viersen So schön war der Tulpensonntagszug

Viersen · Zigtausende Jecken verwandelten Viersen am Sonntag in eine karnevalistische Hochburg. Das schönste am Tulpensonntagszug waren die liebevoll kostümierten Fußgruppen. Die Stadt verwandelte sich zur Open-Air-Karnevalsparty.

Bilder aus Viersen: So schön war der Tulpensonntagszug 2024
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Bilder vom Tulpensonntagszug 2024

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Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)

Viele tausend Menschen haben am Sonntag in Viersen beim Tulpensonntagszug unter freiem Himmel Karneval gefeiert. Der Zug war gegenüber den Vorjahren um eine Stunde vorverlegt worden, weil in diesem Jahr Karneval wegen des frühen Osterfestes sehr früh liegt und es entsprechend früher dunkel wird.

Der Jubel am Straßenrand will kein Ende nehmen. Es ist wie eine große Welle. Sobald sich der Traktor mit dem Schild „D‘r Zoch kütt“ nähert, gehen Arme in die Höhe, schallen Helau-Rufe den mit lauter Musik anrollenden Wagen und Fußgruppen entgegen. „Das ist hier eine Superstimmung, und das sind wirklich tolle Zugteilnehmer“, sagt Jürgen in seinem Drachenoutfit, der eigens aus Krefeld angereist ist, um in Viersen zu feiern.

Unter dem Zugmotto „Viersche fiert wie et is un woar, alle jeck em Jubeljoahr“ hat sich der Tulpensonntagszug in der Kreisstadt in Bewegung gesetzt. Jede Menge fröhliche Menschen auf Mottowagen und in Fußgruppen sind unterwegs, während Tausende gut gelaunte Besucher am Zugweg stehen. Der Hammer Show-Express rollt mit viel Glitzer an den Zuschauern vorbei, was ebenso für den Wagen „Endlich wieder Disco“ gilt. Das gigantische Schiff von Käptn Blaubär des Freundeskreises Viersen-Dülken pflügt sich durch imaginäre Wellen. „Oh wie schön ist Dülken“ heißt es bei der Dülkener Landjugend, die ihren Wagen mit Janoschs Tigerente und all den Freunden aus Panama geschmückt haben. Sie selbst sind als schwarz-gelb gestreifte Tiger und braune Janosch-Bären unterwegs.

Die Fußgruppen sind das Schönste an diesem Zug. Ebenfalls plüschig geht es beim Freundeskreis Poschmanns zu. Gleich 87 herzallerliebste Füchse sind unterwegs, der kleinste Fuchs sitzt noch im Buggy. „Juna hat im November ihren zweiten Geburtstag gefeiert“, verrät Füchsin Birte. Der Freundeskreis Stockmar zeigt, dass es nicht unbedingt ein großer, mit viel PS gezogener Karnevalswagen sein muss. Auf ihrem Handwagen haben sie zwei riesige Figuren aus Pappmachée geschaffen. Grashüpfer und Biene grüßen. „Jeck und hip wie Maja und Flip“ heißt es bei ihnen, wobei insgesamt 15 Flips und 15 Bienen umherschwirren.

Die Götter des Olymps vom Freundeskreis Punk Deluxe in ihren weißen Gewändern, mit Kronen und traubenumrankten Kränzen im Haar, sorgen ebenso für so manchen bewundernden Ausruf bei den Zuschauern. Für jede Menge Lacher sorgt der zu einem riesigen Vogelkäfig mutierte Wagen vom Freundeskreis Flattermann. Die „Zugvögel im Narrenkäfig“ kommen mit Schluckspechten, schrägen Vögeln, Grünschnäbeln, Spaßvögeln und Zugvögeln daher, die allesamt im „Narrenschutzgebiet“ leben, wie auf einer Tafel zu lesen ist, die der bekannte Weißkopfseeadler mit Narrenkappe ziert,. „Vielfalt, Toleranz und Freiheit“ verkündet zudem das große Schild an ihrem Traktor. Die Zuschauer, nicht minder fntasievoll kostümiert wie die Zugteilnehmer, stehen dicht an dicht auf den Bürgersteigen entlang des Zugweges.

Aber nicht nur von der Straße wird gejubelt. Die Logenplätze liegen in luftiger Höhe. Wer am Zugweg wohnt, erlebt den närrischen Lindwurm „first class“. Aus den mit Luftballons und Luftschlangen geschmückten Fenstern winken die jecken Besucher. Immer wieder entlang der Strecke anzutreffen: Pavillons und kleine aufgebaute Theken, an denen fleißig Flüssiges ausgeschenkt wird. Von überall fliegen dazu die Kamelle. Mitgebrachte Taschen füllen sich.

In Viersen begeistert der närrische Lindwurm kleine und große Besucher gleichermaßen. Ein strahlender Prinz Helmut II. mit seiner Lieblichkeit Anne I., die aus dem herausgeputzten Prunkwagen in Form der weiß-goldenen Kutsche ihrem närrischen Volk zujubeln. Die Löwen der Funkengarde, die riesige fahrende Narrenkappe oder der mehr als zwei Meter große Elefant in Blau der KG Hoseria samt überdimensionaler Blumen, die Doppeldeckerbusse der großen Viersener Karnevalsgesellschaft – wohin die Zuschauer am Straßenrand auch blicken, die Zugteilnehmer präsentieren prachtvolle Wagen und tolle Kostüme.

 Tulpensonntagszug in Viersen

Tulpensonntagszug in Viersen

Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)
Tulpensonntagszug in Viersen

Tulpensonntagszug in Viersen

Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)
Tulpensonntagszug in Viersen

Tulpensonntagszug in Viersen

Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)
Tulpensonntagszug in Viersen

Tulpensonntagszug in Viersen

Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)
Tulpensonntagszug in Viersen

Tulpensonntagszug in Viersen

Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)

Dass die Viersener feiern möchten, zeigen sie deutlich. Die Kreisstadt hat sich in eine karnevalistische Hochburg verwandelt, bei der Feen über die Straßen tanzen, Schlümpfe herumwuseln und Pinguine im Watschelgang unterwegs sind. Viersen ist und bleibt jeck.

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