Primusschule Viersen Die Ostereier aus dem 3D-Drucker

Viersen · An der Primus-Schule in Viersen haben die Schüler spezielle Osterpräsente hergestellt: beschriftete Ostereier aus dem 3D-Drucker.

 Vianne (8) und Robert (10) beschriften im Wahlpflichtunterricht Ostereier am 3D-Drucker.

Vianne (8) und Robert (10) beschriften im Wahlpflichtunterricht Ostereier am 3D-Drucker.

Foto: Daniela Buschkamp

Was Fünftklässler Robert seinen Eltern zu Ostern überreicht, hält er vorsichtig in der Hand: ein hart gekochtes Ei, auf dem in polnischer Sprache „Ich liebe euch“ steht. Das Besondere an diesem Präsent: Robert hat es nicht bemalt, sondern der Primusschüler hat für die Schrift einen 3D-Drucker genutzt. Dessen Komponenten haben die Schüler ebenfalls selbst gedruckt.

Der Mann, der die Gruppe aus acht Dritt- und Viertklässlern sowie 14 Neuntklässlern dieses Druckverfahren über offene Programme im Wahlpflichtunterricht näher bringt, ist Markus Matzner. Er ist kein Lehrer, sondern hauptberuflich Innenarchitekt in Neuss. Und er hat an dem Thema genauso viel Spaß wie seine Schüler, die ununterbrochen neue Eier beschriften. „Hartes Ei“, „Eieiei“ oder „Weichei“ geben Vianne, Lukas, Fabian oder Benjamin am Computer ein und sind ungeduldig, per Mausklicks den Druck zu starten.

Einmal in der Woche steigt Matzner in den Keller der Primusschule hinab. Primusschul-Leiter Georg Balster kennt er von der damaligen Sekundarschule in Neuss. Damals hat Balster den 3D-Experten für den Unterricht gewonnen. „Ich freue mich immer auf den Tag in der Schule, das ist für mich Entspannung“, sagt der Neusser lachend. Was ihn fasziniert: Wie selbstverständlich die Kinder und Jugendliche die neue Technik nutzen und dabei kreativ sind. Dabei haben die Neuntklässler mit den Jüngeren zusammengearbeitet - einfach über Altersgrenzen hinweg. Sonst verfolgten die Altersgruppen auch unterschiedliche Projekte, programmieren etwa Roboter für die Fahrt entlang eines Parcours. Beim Ei-Druck mussten sie auch behutsam sein und austarieren, wie der Stift am besten in die Halterung passt, ohne die Eier zu zerbrechen. Manchen Bruch gab es - der wurde dann gegessen.

Insgesamt 60 Eier habe man als Spende erhalten, so Matzner. Sie sollen an Viersener verteilt werden. Mit Schullogo und Schrift versehen sollen sie Werbung sein für die Primusschule, deren Schließung beschlossen ist und für deren Erhalt ein Bürgerbegehren läuft.

(busch-)
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