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Viersen: Regionalbahn mit 120 Passagieren fährt in Baustelle

Strecke war nicht gesperrt : Regionalbahn mit 120 Passagieren fährt in Baustelle in Viersen

In Viersen am Niederrhein ist eine Regionalbahn in eine Baustelle gefahren und dabei beschädigt worden. Die Bahn war mit 120 Passagieren besetzt. Der entsprechende Streckenabschnitt hätte eigentlich gesperrt sein müssen.

Den Ermittlungen zufolge sei versäumt worden, die Strecke für die Arbeiten zu sperren, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei am Donnerstag. Drei Arbeiter brachten sich durch einen Sprung gerade noch vor dem Zug in Sicherheit. Dabei erlitten sie Schürfwunden. Den rund 120 Fahrgästen und dem Lokführer sei bei dem Unfall am Mittwochabend nichts passiert. Sie wurden während der Aufräumarbeiten von der Viersener Feuerwehr betreut.

Die Regionalbahn 33 war gegen 18.45 Uhr aus Viersen in Richtung Krefeld unterwegs. Drei Mitarbeiter einer Baufirma waren laut Bundespolizei zu dieser Zeit auf der Strecke damit beschäftigt, Arbeitsgeräte und Werkzeug abzutransportieren. Dafür hätte der Streckenabschnitt eigentlich gesperrt sein müssen, sagte die Polizeisprecherin. Das sei aber nicht der Fall gewesen.

Die drei Mitarbeiter hätten den herannahenden Zug wahrgenommen und sich selbst noch in Sicherheit bringen können. Ihr Arbeitsgerät ließen sie auf den Gleisen zurück, so dass die Regionalbahn damit kollidierte. Dabei wurde der Zug im Bereich der Frontschürze leicht beschädigt. Für die Aufräumarbeiten wurde der Zugverkehr unterbrochen. Acht Zugverbindungen fielen aus, 14 Züge wurden umgeleitet, bei 15 Zügen kam es zu Verspätungen. Insgesamt addierten sich die Verspätungen der einzelnen Züge auf knapp  siebeneinhalb Stunden. Die Regionalbahn wurde  später zurück nach Viersen gefahren, wo die Passagiere umsteigen mussten.

Die genauen Hintergründe des Unfalls müssten nun ermittelt werden, so die Bundespolizei.

(mrö/toc/dpa)