Viersen: Erna Rots Texte und Musik gehen Hand in Hand

Jazzfestival Viersen : Erna Rots Texte und Musik gehen Hand in Hand

Formal in klassischen Songstrukturen bewegt sich die Berliner Sängerin Erna Rot, die mit zwei Auftritten auf sich aufmerksam machen konnte. Hier gehen Text und Musik gekonnt Hand in Hand. Ihre Begeisterung für die deutsche Sprache setzt sie in Texten um, die vom Leben erzählen in all seinen Facetten, über Begegnungen, über angenehme und unangenehme Zeitgenossen, über die Liebe, über Trennung oder Angst.

Die Sprache ist direkt, dann entstehen assoziative Bilder, oft mit lakonischem Unterton. Oder die Freude am Umgang an der Sprache fließt in Texte ein wie „Jürgen“, ein Song, dem aussterbenden Vornamen gewidmet.

Ihre Band ist formidabel besetzt, wobei hier der brillante Gitarrist Peter Kowal zu nennen ist, der allen stilistischen Anforderungen scheinbar mühelos gerecht wird. Dabei erweist sich die Band als homogenes Gebilde: Constantin Kramer am Flügel, Bassist Davin Andres und Felix Günther an den Drums. Es geht munter durch die Stilistiken von Swing über Blues, Chet Atkins lässt ebenso grüßen wie das französische Chanson. Vorneweg immer Erna Rot, die nicht nur stimmlich überzeugen kann. Ihre sympathische Bühnenausstrahlung rundet das Konzert ab, und es bleiben ein paar Gedanken hängen, bei denen sich das Nachspüren lohnt.

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