1. NRW
  2. Städte
  3. Viersen

Viersen: Die fünf Finalisten für das Kunstgenerator-Stipendium stehen fest

Kultur : Fünf Finalisten für den Kunstgenerator

Die jungen Künstler zeigen ihre Arbeiten ab dem 12. August in der Städtischen Galerie im Park. Der Kunstgenerator feiert sein zehnjähriges Bestehen. 60 Bewerber für das Stipendium gab es diesmal

Die fünf Finalisten für das Kunstgenerator-Stipendium 2019 stehen fest. Unter 60 Bewerbern hat die Jury des Kunstgenerator-Stipendiums Nadine Baldow (Dresden), Manaf Halbouni (Dresden), Justyna Janetzek (Münster), Daniel Jasser (Hamburg) und Damaris Kerkhoff (Düsseldorf) ausgewählt. Einer von ihnen wird das nächste Stipendium der Stadt Viersen und der NEW erhalten. Die jungen Künstler werden vom 12. August bis 9. September ihre Werke in der Städtischen Galerie im Park präsentieren.

Das Kunstgenerator-Stipendium gibt es seit zehn Jahren. Die Stipendiaten dürfen ein Jahr lang in der Alten Lateinschule leben und im Atelier, eine Etage darunter, arbeiten und experimentieren. Derzeit arbeitet dort Anna Mirbach.

 Nadine Baldow
Nadine Baldow Foto: Nadine Baldow
 Justyna Janetzek, Damaris Kerkhoff, Manaf Halbouni, Nadine Baldow oder Daniel Jasser (v.l.): Einer von ihnen soll der nächste Stipendiat werden. 
Justyna Janetzek, Damaris Kerkhoff, Manaf Halbouni, Nadine Baldow oder Daniel Jasser (v.l.): Einer von ihnen soll der nächste Stipendiat werden.  Foto: Evers, Gottfried (eve)

Zu den Kandidaten für 2019 zählt Damaris Kerkhoff (31). 2014 gewann sie den Werner-Deutsch-Preis. Sie schafft raumgreifende stille Installationen und sieht sich in der Tradition des Minimalismus. Farbenfroh, aber doch befremdlich bis bedrohlich erscheinen die Skulpturen von Nadine Baldow (28). Ihre Werke aus Bauschaum und Acrylfarben erinnern an Pflanzen oder wuchernde Wesen. Fremdartige Organismen scheinen sich des menschlichen Lebensraums zu bemächtigen.

 Manaf Halbouni
Manaf Halbouni Foto: Manaf Halbouni/Halbouni, Manaf
 Justyna Janetzek
Justyna Janetzek Foto: Justyna Janetzek

Manaf Halbouni (34) erregte mit seinen auf dem Heck aufgestellten Bussen vor der Dresdener Frauenkirche für Aufsehen. Die Busse hatten Menschen in Aleppo als Schutzschild gedient. In Dresden standen sie als Mahnmal und riefen das Thema Bürgerkriegsflüchtlinge in Erinnerung. Das Schaffen des Deutsch-Syrers steht in der Tradition der Nouveaux Realistes, die Alltagsobjekte in die Kunstwelt überführen.

 Daniel Jasser 
Daniel Jasser  Foto: Jasser

Daniel Jasser studierte in Hamburg und Madrid. In seinen Bildern verwischen die Grenzen zwischen Natur- und Kulturraum. Er arbeitet mit fragmentarischen Elementen, die mehr andeuten als erzählen. Als Studierende der Kunstakademie Münster hat Justyna Janetzek bereits eine Stahl-Installation in der Viersener Galerie ausgestellt. Die 32-Jährige lässt sich von vorgefundenen Räumen anregen, in denen sie filigran mit Eisen oder Stahl Raumzeichnungen entstehen lässt.