Viersen: Die Förderer des Hochsprung-Meetings

Viersen : Die Förderer des Hochsprung-Meetings

Am Wochenende gab’s in Viersen Hochsprung der Spitzenklasse zu sehen. Möglich macht das zum 20. Mal der Verein „Förderer des Hochsprung-Meetings“. Der Vorsitzende hat eine große Hoffnung

Im vergangenen Jahr wurde die Niederländerin Nina Borger beim Internationalen Viersener Hochsprungmeeting entdeckt. Die 14-Jährige (mit einer persönlichen Bestleistung von 1,76 Meter) war auch jetzt wieder dabei und übersprang 1,70 Meter. „Wir haben an ihr festgehalten. Die Verbíndung kam durch den Kaldenkirchener Frank Wetzel zustande“, sagte Viersens Meeting-Direktor Detlef Vieth. Sie wäre gerne höher gesprungen: „Ich musste vorher noch in der Schule Wasserski machen.“ Joachim Schwarzmüller trainiert Nina Borger: „Das war in diesem Jahr ihr letzter Hochsprung. Sie macht ab sofort Weitsprung. Sie kann 5,80 Meter weit springen.“

Früher betreute Schwarzmüller den mehrmals in Viersen gestarteten Afrikaner Kabelo Kgosiemang. Ohne den Förderverein Viersener Hochsprungmeeting wäre die Veranstaltung auf der Löh in der jetzigen Form undenkbar. Darum gab‘s jetzt auch etwas zu feiern: Das 20. Meeting unter Leitung des Fördervereins Viersener Hochsprungmeeting, das auch junge Talente fördert. Der Förderverein gründete sich am 20. April 1999 im damaligen Lokal „Monte“, dem jetzigen Café Extrablatt. „Noch heute sind fünf der acht Gründungsmitglieder im Verein tätig“, sagt Fördervereins-Vorsitzender Detlef Vieth mit seinem Stellvertreter Peter Zaum. Aus der ersten Stunde sind Schatzmeister Thomas Seeberger sowie die Beisitzer Helmut Schatten und Herbert Gockel.

„Neben der Organisation, der finanziellen Absicherung ist auch die Förderung von Nachwuchsathleten Teil der Satzung“, berichtet Vieth. In den ersten Jahren gingen Spenden an die Jugend der LG Viersen, als beispielsweise neue Speere angeschafft wurden. Vor 15 Jahren machte die Hochsprung-Olympiasiegerin Heike Henkel mit jungen Hochspringern aus der Region ein spezielles Training. Mehrere Jahre waren Hochsprungwettbewerbe zielgerichtet für die Jugend. Remo Cagliesi (TVL Germania Überruhr) schaffte es vom U20-Jugend-Wettbewerb bis ins Hauptfeld. Dann kam die Nachfrage nach einem Meeting mit Frauen. „Das wurde erfüllt. Wir wollen aber weiterhin den Nachwuchs bei den Frauen einbauen und fördern“, sagt Vieth. Heute wird alles ins Hochsprungmeeting investiert (über Summen wird nicht gesprochen). „Wir sind froh, dass unser Meeting gerade noch mit den uns zur Verfügung stehenden Mittel finanziert wird“, sagt Vieth. „In den letzten Jahren mussten wir an unsere Rücklagen gehen, da reichten die Einnahmen nicht aus.“ Viel Schönes ist aber passiert: Abenteuer und prägende Momente. „Wir können zu Recht stolz auf das Erreichte und unser tolles Team sein“, lobt Vieth die Beteiligten am Meeting. Er dankt Partnern, Sponsoren, Förderern und Supportern sowie dem Publikum. „Die standen uns bisher treu zur Seite.“ Zum 20. Meeting unter der Organisation des Fördervereins kommen 2019 „20 Jahre Förderverein“ und das 25. Meeting. Vieth hofft: „Eventuell gibt es dann unser Jubiläumsspringen schon im Stadion Hoher Busch.“

(off)
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