Viersen: Bühne für Eier mit Speck wird aufgebaut

Viersen : Festival-Aufbau läuft auf Hochtouren

Knapp 30 Leute bauen seit Donnerstag auf dem „Eier mit Speck“-Gelände am Hohen Busch Bühne, Stände und Absperrungen auf. Konzert- und Campinggelände werden bewässert, um die Brandgefahr zu verringern

Während Aufbauhelfer nur wenige Minuten Fußweg entfernt schwere Stahlträger für Bühnen, Lichter und Tonanlagen zusammenbauen, spritzt eine Anlage, mit der sonst Landwirte ihre Felder bewässern, in hohem Bogen Wasser auf den Rasen. Der wird am Wochenende Besucher von „Eier mit Speck“ als Party- und Übernachtungsstätte dienen. „Die Wassertemperatur ist vorzüglich, angenehm kühl“, sagt ein junger Mann, der mittlerweile Sonnenbrand abbekommen hat und auf dem Weg vom Gelände sichtlich begeistert unter dem Strahl der Sprenkleranlage Abkühlung findet.

Er ist nicht der einzige: Knapp 30 Leute fasst die Truppe von „Eier mit Speck“, die das Festivalgelände für drei Tage Power-Programm und Party rüstet. Mit viel Schweiß, Muskelkraft und manche auch mit einem knallrotem Nacken und Armen: Die Helfer geben seit vergangenem Donnerstag Vollgas. „Etwa zehn Leute arbeiten am Aufbau der Bühne“, sagt Jürgen Haigh.

Seit 2006 stellen Jürgen und Saori Haigh, Christoph „Budda“ Jinkertz und Christoph „Tappi“ Tappesser das Festival auf die Beine – gemeinsam mit dem Helfer-Team, das ebenfalls seit Jahren recht beständig sei, sagt Haigh. „In unseren Reihen haben wir wenig Fluktuation.“ Mit den Jahren hat sich „Eier mit Speck“ zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Bereits vor Bekanntgabe aller Bands war das Festival ausverkauft. Rund 4500 Besucher lockt der Mix aus Punk, Rock, Metal, Pop, Hip-Hop und Elektro nach Viersen.

Damit die Show überhaupt erst möglich ist und auch abseits der Bühne alles rund läuft, stehen bereits erste Absperrungen, ein Container für die Bändchenvergabe und erste Getränkewagen. Auch die „Ampelfahnen“ an den Campingplätzen sind gehisst – und stehen auf Grün. Trotz starker Trockenheit und hoher Brandgefahr in Wäldern und auf unbeschattetem Grasland. „Wir bewässern vorher die Campingflächen und Waldränder, damit wird die Brandgefahr eingedämmt“, sagt Haigh. Und: „Grills und Campingkocher sind dieses Jahr verboten, es wird aber beaufsichtigte Grillstationen geben.“

Das komplette Rauchverbot beim Festival ist zwar aufgehoben, „rauchen dürfen die Besucher aber nur auf dem eingezäunten Campinggelände und dem Konzertgelände.“ In Kübeln mit Sand wird es möglich sein, Zigarettenstummel gefahrlos zu entsorgen.

Übrigens: Insgesamt 130 Dixi-Klos werden beim Festival fürs große und kleine Geschäft bereitstehen. Für jene, die sich mit den Trockentoiletten nicht anfreunden können und möchten, wird es auch 32 Toiletten mit Wasserspülung auf dem Konzertgelände geben.