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Viersen: Betriebsärzte sollen in Grenzregionen schon vor 7. Juni impfen

Kreis Viersen : Betriebsärzte sollen schon vor 7. Juni im Kreis impfen

Mehrere Unionspolitiker fordern eine frühere Einbeziehung der Betriebsärzte als vom Bundesgesundheitsministerium vorgesehen. Der Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer aus dem Kreis Viersen sagt: „Wir sollten jetzt durch die schnelle Einbeziehung der Betriebsärzte den zweiten Turbo der Impfkampagne zünden.“

Uwe Schummer, CDU-Bundestagsabgeordneter aus dem Kreis Viersen, will Betriebsärzte in der Grenzregion schon deutlich vor dem 7. Juni in die Impfkamagne gegen das Coronavoris einbeziehen. Das Bundesgesundheitsministerium hatte bisher die Woche ab dem 7. Juni als Starttermin für die Betriebsärzte genannt.

„Warum sollten wir jetzt, wo wir verstärkt Impfstoffe bekommen, bis zum 7. Juni warten?“, fragt Schummer. Er fordert: „Wir sollten jetzt durch die schnelle Einbeziehung der Betriebsärzte den zweiten Turbo der Impfkampagne zünden.“ Das helfe gegen die Pandemie und unterstütze eine schnelle wirtschaftliche Erholung. Schummer: „Nach der Krise ist vor dem Aufschwung.“ Unterstützung erhält Schummer, der Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist, von Carsten Linnemann, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU, und Kordula Kovac, Mitglied des Ausschusses für EU-Angelegenheiten.

Nach dem Impfstoff von Astrazeneca ist auch die Priorisierung für das Johnson-&-Johnson-Präparat aufgehoben. Das entschieden die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Montag.

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Beide Impfstoffe werden wegen aufgetretener Nebenwirkungen bei Jüngeren für Personen über 60 Jahren empfohlen – nach einer ärztlichen Aufklärung und individueller Risikoanalyse können sich aber auch Menschen unter 60 mit dem Vakzin impfen lassen; bisher allerdings nur beim Hausarzt.

Kovac erklärte: „Die Berufspendler müssen wieder möglichst reibungslos die Landesgrenzen überqueren können.“ Deswegen sollten die Betriebsärzte in den Grenzregionen in die Impfkampagne einbezogen werden. „Das Risiko der grenzüberschreitenden Virusverbreitung muss verringert werden.“

Carsten Linnemann ergänzte: „Davon würden gerade die Beschäftigten der Unternehmen in den Grenzregionen profitieren, die derzeit besonders hohen Risiken ausgesetzt sind.“