Viersen: Ausbildung in der Landwirtschaft

Landwirtschaft in Viersen : Der moderne Landwirt ist nicht nur Landwirt

Nach der Ausbildung absolvieren immer mehr Landwirte noch ein Studium oder Fortbildungen.

Knapp 8000 Auszubildende in der Landwirtschaft verzeichnete die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen 2018. Insgesamt sind die Ausbildungszahlen nach Angaben des Bundesinformationszentrums für Landwirtschaft in Deutschland seit einigen Jahren stabil. Dabei ist die Ausbildung oft erst der Anfang: Es folgen Lehrgänge, Weiterbildungen, Studium. Und so ist der moderne Landwirt dann mitunter auch Techniker, Manager, Landwirtschaftsmeister oder Fachagrarwirt.

Die Landwirtschaftskammer hat Informationen für Berufseinsteiger  im Internet und in Broschüren zusammengefasst. Rechtlich ist demnach keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Die landwirtschaftlichen Betriebe stellen aber nach Angaben der Kammer überwiegend Auszubildende mit Hauptschul- oder mittlerem Bildungsabschluss ein.

Die Ausbildung zum Landwirt dauert drei Jahre, sie kann jedoch auf zwei Jahre verkürzt werden, wenn der Auszubildende bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung oder die (Fach-)Hochschulreife vorweisen kann. Während der Lehre kann er in verschiedenen Betrieben eingesetzt werden, konventionell ausgerichteten oder Bio-Höfen.

In der Ausbildung lernen die angehenden Landwirte nach Angaben des Bundesinformationszentrums für Landwirtschaft zum Beispiel,  wie sie umweltgerecht und ressourcenschonend mit Boden, Pflanzen, Tieren, Luft, Wasser und mit den verschiedenen Maschinen und Geräten umgehen. In der Berufsschule werde ein breites Grundlagenwissen vermittelt, etwa zu Themen wie  Ökolandbau, Wirtschaft und Politik. Immer mehr Landwirte absolvieren demnach nach der Ausbildung  auch noch ein Agrarstudium. So sei in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Studierenden in den Agrarwissenschaften um fast 50 Prozent auf aktuell rund 12.500 Studenten gestiegen.

Interesse an moderner Technik, Naturwissenschaften wie Biologie und Chemie, Handwerk und Betriebswirtschaft zeigen, Spaß daran haben, in der Natur zu sein, sich nicht vor körperlicher Arbeit scheuen und verantwortungsvoll arbeiten – all das zählt zu den persönlichen Voraussetzungen, die ein angehender Landwirt mitbringen sollte. Nach Aus- und Weiterbildung kann der Weg nicht nur in einen landwirtschaftlichen Betrieb führen, sondern zum Beispiel stattdessen in eine Agrarfirma, den öffentlichen Dienst, den Landhandel oder ein Saatzucht-Unternehmen.