Viersen: 800 Tonnen Streusalz warten auf den Winter

Viersen : 800 Tonnen Streusalz warten auf den Winter

In der Nacht zu Donnerstag droht Frost. Die Stadt Viersen setzt auf einen „Eisspion“ gegen glatte Straßen.

Bei der Stadt Viersen sind die Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit abgeschlossen. „In den städtischen Lagern liegen 800 Tonnen Streusalz, 20.000 Liter einsatzfertig vorbereitete Sole und 75 Tonnen Streusand“, berichtet Stadtsprecher Frank Schliffke. „Ziel der Städtischen Betriebe ist dabei, so wenig Salz wie möglich einzusetzen – aber immer genügend, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.“ Die Mitarbeiter des Bauhofs betreuen 285 Kilometer Hauptstraßen und 88 Kilometer Nebenstraßen.

In der Nacht zu Donnerstag droht Frost. Am Anfang eines Winterdiensteinsatzes stehe die Wetterbeobachtung, erklärt Schliffke. „Wenn danach glatte Straßen zu erwarten sind, startet der ,Eisspion’ der Rufbereitschaft in der Nacht gegen 3 Uhr seine Kontrollrunde.“ Bei Bedarf würden dann weitere Kräfte für die Hauptstreuung gerufen. Zwölf Mitarbeiter starten dazu mit acht Fahrzeugen. Los geht es in der Regel zwischen 4.45 und 5 Uhr. „Die Hauptstreuung dauert etwa zweieinhalb Stunden. Sie umfasst alle wichtigen Straßen“, erklärt der Stadtsprecher. Für den Fall des Falles stehe ein Ersatzfahrzeug bereit.

In der nächsten Stufe kümmern sich 22 Kräfte als Fußtruppen um die Stadtstraßen. Dazu nutzen sie elf Fahrzeuge. Als Reserve sind für diesen Bereich fünf Mitarbeiter und drei Fahrzeuge eingeplant. Aus dem Bereich Stadtgrün wird der Winterdienst von 40 Mitarbeitern unterstützt. Diese nutzen zwölf Fahrzeuge und acht Schlepper. Weitere 27 Personen stehen als Reserve zur Verfügung.

Anlieger, denen die Winterwartung nach der Straßenreinigungssatzung übertragen ist, dürfen weder Streusalz noch andere Auftaumittel einsetzen. Ausnahmen gelten nur bei besonderen Wetterlagen wie Eisregen und an besonders gefährlichen Stellen wie Treppen oder steilen Wegabschnitten.