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Vier Überfälle im Kreis Viersen - neue Details zum Serienbankräuber

Kriminalität im Kreis Viersen : Vier Überfälle – neue Details zum Serienbankräuber

Vier Banküberfälle im Kreis Viersen sollen auf das Konto ein- und desselben Täters gehen. Die Ermittler des LKA legen dem Mann weitere zehn Überfälle zur Last – und berichten von seiner akribischen Vorbereitung auf die Taten.

Um vier Banküberfälle im Kreis Viersen zu klären, hat das Landeskriminalamt (LKA) in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ die Bevölkerung um Hinweise gebeten. Die Ermittler gehen davon aus, dass mehr als ein Dutzend Banküberfälle auf das Konto des Täters gehen. „Wir rechnen ihm 14 Taten in den vergangenen 23 Jahren eindeutig zu“, erklärte Polizeihauptkommissar Joachim Kledtke vom LKA am Mittwochabend in der Sendung.

Es könnten aber auch deutlich mehr Taten sein, sagte das Mitglied der Ermittlungskommission „Video“. Auffällig an dem Täter sei seine akribische Vorbereitung der Überfälle – oft habe er die Tatorte tagelang vorher ausspioniert, dabei auch Funktechnik eingesetzt. Insgesamt erbeutete der Serienbankräuber mehr als zwei Millionen Euro.

 Das Phantombild der Polizei.
Das Phantombild der Polizei. Foto: LKA

Der erste Banküberfall im Kreis Viersen liegt mehr als 20 Jahre zurück: Am 8. Februar 2000 wurde die Niederkrüchtener Filiale der Sparkasse Krefeld überfallen, sechs Jahre später, am 5. Dezember 2006, soll die Volksbank-Filiale in Niederkrüchten-Elmpt das Ziel des bewaffneten Mannes gewesen sein.

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In Viersen-Dülken soll der Gesuchte am 27. Februar 2009 die Filiale der Sparkasse Krefeld überfallen haben. Den letzten Überfall im Kreis Viersen schreiben die Ermittler dem Täter in Nettetal-Hinsbeck zu: Dort wurde am 7. März 2014 die Volksbank-Filiale ausgeraubt.

 In der TV-Sendung „Aktenzeichen XY“ mit Moderator Rudi Cerne nannte das LKA am Mittwochabend neue Details zu dem Serienbankräuber.
In der TV-Sendung „Aktenzeichen XY“ mit Moderator Rudi Cerne nannte das LKA am Mittwochabend neue Details zu dem Serienbankräuber. Foto: dpa/Sina Schuldt

Im westlichen Nordrhein-Westfalen verübte der Täter das Gros seiner Tagen. „Wir vermuten, dass er einen Bezug zu der Gegend hat, aus dem Rheinland oder dem Bergischen Land kommen könnte“, so Kledtke. Bei den Überfällen habe der Gesuchte seine Stimme mehrfach verstellt, unter anderem mit osteuropäischem Akzent gesprochen. Die Ermittler gehen aber davon aus, dass es sich bei dem Täter um einen Deutschen handelt.

Um die Kreditinstitute auszuspionieren, setzte der Serienbankräuber bisweilen Funkkameras ein. Ein Jahr nach dem Überfall in Nettetal konnten Zeugen bei einem weiteren Bankraub das Gesicht des Täters sehen – ein Phantombild des etwa 1,90 Meter großen Mannes wurde erstellt.

Belohnung Für Hinweise, die zur Ergreifung des Bankräubers führen, sind Belohnungen von 36.500 Euro ausgesetzt. Hinweise ans  LKA: ☏ 0211 9390.