Viele Zuhörer bei der Nachwuchs-Jazzband D.O.S. Tres..

Jazzfestival: Modern Jazz mit gutem Sound

Die Nachwuchs-Band D.O.S. Tres brilliert beim Festival mit selbst komponierten Stücken.

Im Ali-Haurand-Keller ist es warm. Die Menschen drängen sich dicht an dicht an die Wände, haben es sich kurzerhand auf dem Boden gemütlich gemacht oder stehen hinter den Säulen, um wenigstens die Musik hören zu können, wenn sie die Band schon nicht sehen. Dass alle Sitzplätze belegt sind, erübrigt sich fast zu erwähnen. Doch auf der Bühne stehen nicht international bekannte Künstler, sondern das Trio „D.O.S Tres“, das bei der Jazzband Challenge einen Auftritt am zweiten Festivaltag gewonnen hat. Zum fünften Mal wurde Nachwuchs-Jazzern die Möglichkeit gegeben, sich vorzustellen.

Auch die Tatsache, dass Joshua Behrends (Piano), Daniel Oetz Salcines (Kontrabass und Namensgeber des Trios) und Drummer Fabio Cimpeanu kurz vor ihrem Musikstudium stehen, tat der Begeisterung der Zuschauer keinen Abbruch. Vielmehr beeindruckten die jungen Künstler mit ihrem Können sowohl an den Instrumenten als auch bei den Kompositionen, die allesamt aus eigener Feder stammten.

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Das Publikum bestand aus älteren Festivalbesuchern – trotz des Hinweises im Programm mit der „Hi-Hat“, die auf Konzerte speziell für junge und unerfahrene Jazzfestival-Besucher hinwies. Nun könnte man meinen, dass es im Keller deshalb ruhiger geblieben sein könnte. Doch nichts dergleichen: Nach jedem Song erklangen Jubel-Schreie und riesiger Applaus. Völlig zu Recht, denn alle drei Musinker fesselten die Zuschauer mit ihrem Modern Jazz und Contemporary bei sehr gutem Sound.

Die drei Jungs spielten insgesamt vier Stücke, drei davon von Pianist Joshua. Den vierten Song „Get off your high horse“ – zu Deutsch „Steig von deinem hohen Ross“ steuerte Kontrabassist Daniel bei. Im Gegensatz zur Jazzband Challenge hatten sich die Musiker mit ihren Instrumenten beim Festival besser auf der Bühne angeordnet, sodass sie mehr untereinander kommunizieren konnten. Insbesondere Joshua am Flügel konnte so mit eingebunden werden. So merkte man ihnen die Freude und den Spaß am gemeinsamen Spielen sehr deutlich an, was sich auf die Zuschauer übertrug.

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