Viersen: Viele Fragen zur Stromautobahn

Viersen: Viele Fragen zur Stromautobahn

Netzbetreiber Amprion informierte gestern in der Viersener Fußgängerzone über die geplante Erdkabel-Verlegung.

Die geplante Erdkabelprojekt zwischen der Nordsee und dem Rheinland, der sogenannte Korridor A, der auch durch den Kreis Viersen führen wird, interessiert generell. Anhand der Karten und mit Hilfe von weiterem Material, das digital vorgestellt wird, erklären die vier Mitarbeiter im Infomobil die möglichen Trassenkorridore und damit den groben Leitungsverlauf. "Unser Ziel ist es, frühzeitig Hinweise von Bürgern aufzunehmen, die bei den weiteren Planungen berücksichtigt werden sollen", sagt Knoop. Gerade Landwirte und Naturschützer haben seit August, dem Start der Infomobiltour von der Nordsee bis nach NRW, zahlreiche Bedenken geäußert. In Viersen hingegen sind es mehr allgemeine Fragen zur Vorgehensweise. Knoop erklärt, dass das Kabel zwei Meter tief in der Erde liegen wird und dass ein 35 Meter breiter Streifen für den Bau der Trasse benötigt wird. Ein 24 Meter breiter Schutzstreifen bleibt letztendlich bestehen, der weder bebaut noch mit Bäumen bepflanzt werden darf.

Er erläuterte die weitere Vorgehensweise, die nach der Infomobiltour eine Auswertung der gesammelten Informationen vorsieht, bei der auch die Flächennutzungspläne der betroffenen Gemeinden einfließen werden. Daraus erarbeitet Amprion einen Vorzugskorridor, der im Frühjahr 2018 festliegen soll. Damit geht es in das Genehmigungsverfahren und zum Antrag bei der Bundesnetzagentur. Viersen war indes die vorletzte Station in der Reise mit dem Infomobil. Den Abschluss bildete eine Infoveranstaltung in Tönisvorst.

(tref)