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Verdacht auf Hasenpest in Niederkrüchten

Infektionskrankheit breitet sich weiter aus : Verdacht auf Hasenpest in Niederkrüchten

Die Hasenpest breitet sich im Kreis Viersen weite aus: Nach bestätigten Fällen in Viersen und Kempen gibt es nun auch Verdachtsfälle in der Gemeinde Niederkrüchten.

Im Bereich der Gemeinde Niederkrüchten sind erste Verdachtsfälle auf Hasenpest gemeldet worden. Dies teilte die Gemeindeverwaltung am Dienstag mit. Dies sei angesichts der Ausbreitung möglich, erklärte eine Sprecherin des Kreises Viersen. 2020 waren 23 Prozent der in Laboren in NRW untersuchten Hasen von der Hasenpest befallen. Der Kreis hatte am 5. Mai gemeldet, dass für Viersen-Süchteln und Kempen Hasenpest-Fälle bestätigt worden sind. Ein Mensch habe sich in Süchteln bei einem infizierten Tier angesteckt. Bei zwei toten Hasen aus dem Raum Kempen wurde einer Kreissprecherin zufolge die Infektion durch eine Labordiagnose bestätigt.

Hasenpest (Tularämie) ist eine bakterielle Erkrankung, die Tiere auf den Menschen übertragen können. Infektionen sind möglich, wenn intensiver Kontakt zu erkrankten Tieren oder deren Ausscheidungen besteht, wenn Menschen mit Kadavern umgehen, etwa beim Häuten und Ausnehmen von erlegten Wildtieren, wenn Nahrungsmittel nicht genug erhitzt wurden oder Wasser kontaminiert ist. Auch Hunde können die Krankheit übertragen.

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Zum Schutz vor Ansteckung sollten ungeschützte Kontakte zu krankem Wild und Kadavern von Wildtieren vermieden werden, die Arbeitshygiene ist bei der Entsorgung von kranken oder toten Wild beachtet werden.

Info Hilfe bei Verdachtsfällen und die Beantwortung von Fragen übernimmt das Veterinäramt des Kreises Viersen unter Ruf  02162 39 1309.

(busch-)