Viersen: TV-Kommissar singt und spielt Klavier

Viersen: TV-Kommissar singt und spielt Klavier

Lobberich Mit 16 Jahren fing Stefan Jürgens an, seine eigene Musik zu spielen. Doch erst mit 40 nahm der Schauspieler und Musiker die erste Platte auf. Er sei eher der Langstreckenläufer als der Sprinter, kommentierte er selbstironisch diese Episode seiner Vita im Verweis auf einen seiner Liedtexte. Auf Einladung des Kulturkreises der Wirtschaft in Nettetal gastierte das Stefan-Jürgens-Trio in der Alten Kirche in Lobberich. Die bot in ihrem herben Charme und in wechselnden Farben ausgeleuchtet die stimmige Atmosphäre zur Musik, die zum Nachsinnen und Wohlfühlen einlädt, ihre mitreißenden und auffordernden Momente hat.

Lobberich Mit 16 Jahren fing Stefan Jürgens an, seine eigene Musik zu spielen. Doch erst mit 40 nahm der Schauspieler und Musiker die erste Platte auf. Er sei eher der Langstreckenläufer als der Sprinter, kommentierte er selbstironisch diese Episode seiner Vita im Verweis auf einen seiner Liedtexte. Auf Einladung des Kulturkreises der Wirtschaft in Nettetal gastierte das Stefan-Jürgens-Trio in der Alten Kirche in Lobberich. Die bot in ihrem herben Charme und in wechselnden Farben ausgeleuchtet die stimmige Atmosphäre zur Musik, die zum Nachsinnen und Wohlfühlen einlädt, ihre mitreißenden und auffordernden Momente hat.

Bekannt ist Jürgens vor allem als Schauspieler, etwa in der Rolle des Kommissars aus sechs Berliner Tatort-Folgen. Zurzeit verbringt Jürgens die Hälfte des Jahres für Dreharbeiten der Krimiserie "Soko Wien" in der Donaumetropole, die übrigen sechs Monate wohnt der Vater von vier erwachsenen Kindern in Berlin. In Lied und Wort sinniert der 55-Jährige über das Leben, die Liebe, die Freundschaft, das Gefühl der Überforderung und Ausgrenzung sowie über Träume und Fragen, die das Leben stellt.

Die Melodien sind gefühlvoll, kennen ebenso markante, bewegte Momente. Jürgens begleitete sich selbst am Klavier. Zwei Musiker standen ihm zur Seite. Sie unterstrichen im Gitarrenspiel atmosphärische Klangbilder und setzten im rhythmisch betonten Spiel Akzente. Einfühlsam nahm einer der beiden im Spiel des Saxophons Melodiefragmente als Antwort auf den Gesang auf. "Grenzenlos Mensch" war das Konzert nach dem jüngsten Album überschrieben. "Ich will nicht daran glauben, dass es wieder Grenzen geben soll.

In Europa gibt es gefährliche Strömungen, und ich halte es für Quatsch, in Kleingeisterei zurückzufallen", gab Jürgens ein klares Bekenntnis gegen Populismus und Ausgrenzung. Die markante, klar artikulierende Sprechstimme lässt unschwer den Schauspieler erkennen. anw

(anw)