Turnhalle der Johannes-Kepler-Schule in Viersen-Süchteln nach Sanierung wieder nutzbar

Sport in Viersen : Turnhalle nach 17 Monaten wieder offen

Die Decke ist erneuert, der Boden auch: Ab sofort ist die große Halle der Johannes-Kepler-Schule in Süchteln wieder für den Schul- und Vereinssport freigegeben. 

Die Trampolin-Turner des ASV Süchteln sind schon zurück, die Teams anderer Abteilungen sollen nach und nach folgen: Ab sofort können die Mitglieder des Vereins die große Turnhalle der Johannes-Kepler-Schule in Süchteln wieder für Trainings und Wettbewerbe nutzen. „Wir sind froh, dass uns Viersens größte und wichtigste Halle nach einer 17 Monate langen Durststrecke wieder zur Verfügung steht“, sagt der ASV-Vorsitzende Wolfgang Güdden.

Im September 2017 hatte die Viersener Stadtverwaltung die Turnhalle wegen Sicherheitsmängeln kurzfristig gesperrt. Ein Statiker stellte damals fest, dass die Aufhängung der Deckenplatten in dem mehr als 40 Jahre alten Bau nicht den aktuellen Anforderungen entspricht. Ende 2017 sollte die Halle wieder freigegeben werden. Doch daraus wurde nichts, weil einem Gutachter zwischenzeitlich aufgefallen war, dass der Hallenboden marode ist und ausgetauscht werden muss. Bei den Abrissarbeiten stellte sich heraus, dass Feuchtigkeit in die Halle eindringt – die Verwaltung kündigte an, die Halle erst Anfang 2019 zu öffnen. Die Reparatur dauerte dann doch länger als geplant: Seit Aschermittwoch nutzt die Realschule den Bau wieder für den Sportunterricht, einen Tag später hatten die Trampolin-Turner ihre erste Trainingseinheit.

Wolfgang Bretag, Leiter der Trampolin-Abteilung, ist erleichtert. „Endlich hat der enorme Aufwand für unsere Trainer, Kids und Eltern ein Ende“, sagt er. „Wer schon mal um 16.30 Uhr von Süchteln zum Ransberg nach Dülken gefahren ist, weiß, wovon wir reden“, ergänzt der stellvertretende Abteilungsleiter Olaf Claassen. Die Sportler konnten dort übergangsweise in einer Halle zwei Trampoline der SG Dülken nutzen. „Wir haben sie für 50 Euro im Monat gemietet“, sagt der ASV-Vorsitzende Güdden.

Neben den Trampolin-Turnern waren die Handballer des ASV, die Herz-Sport-Gruppe, im Winter außerdem die Fußballer und Leichtathleten betroffen. Die Vereinsführung verteilte ihre Trainingseinheiten auf andere Hallen in Süchteln, Dülken und Viersen. „Die Handballer waren überall und nirgends“, erzählt Güdden. Teilweise hätten sich bei einer Trainingseinheit bis zu drei Mannschaften verschiedener Altersklassen eine Halle teilen müssen. „Unsere Handball-Abteilung ist in den vergangenen Jahren starkt gewachsen“, ergänzt er. Deshalb denke der Vorstand jetzt, nachdem die Halle an der Realschule wieder zur Verfügung steht, darüber nach, künftig mehr Hallenzeit für die Handballer, vielleicht auch mehr Handball-Gruppen, anzubieten.

„Wir sind dabei, einen neuen Trainingsplan zu erarbeiten“, sagt Güdden. Möglich sei etwa, dass die Badminton-Abteilung ihre Übungseinheiten von der Halle der Gemeinschaftshauptschule Süchteln in die Halle der Realschule verlegt: „Da haben wir jetzt Badminton-Markierungen.“ Bei einer Vorstandssitzung im April soll der neue Trainingsplan beraten und beschlossen werden.

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