Viersen: TSV Boisheim hofft auf einen Rasenplatz

Viersen : TSV Boisheim hofft auf einen Rasenplatz

Der Ascheplatz des Vereins soll kostspielig saniert werden, noch lieber wünscht sich der TSV aber einen Allwetterrasen.

Sein Fußballplatz bereitet dem TSV Boisheim schon lange Sorgen. Der Ascheplatz ist im Sommer bei trockenem Wetter besonders staubig. Und wenn es regnet, verwandelt sich die Fläche in einen Sumpf - häufig ist der Platz schlichtweg unbespielbar. Überdies belastet der Staub die Gesundheit der Sportler.

Daher freut sich der Verein, dass der Sportausschuss der Stadt Viersen beschlossen hat, den Platz zu sanieren. 80 000 Euro stehen für die Sanierung aus der alten Sportförderpauschale noch zur Verfügung. Weil der neue Kunstrasenplatz von Concordia Viersen weniger kostete als zunächst angenommen, profitiert der TSV von den übrig gebliebenen Mitteln.

Der Fußballplatz soll eine Drainage eine vernünftige Entwässerung erhalten, damit das Regenwasser besser abfließen kann. Zudem soll eine Sprinkleranlage installiert werden, um der lästigen Staubentwicklung vorzubeugen. Der Verein, der mittlerweile 213 Mitglieder zählt, ist mehr als nur froh über diesen Beschluss.

"Aber es gibt auch einen Wunsch", sagt der Boisheimer Ortsbürgermeister Rainer Thielmann, der gleichzeitig auch der zweite Vorsitzende des TSV Boisheim ist. Die TSV-Fußballer wünschen sich statt des Ascheplatzes einen Allwetterrasen. Dieser wäre leicht zu realisieren, da der Allwetterrasen als Untergrund einen Ascheplatz braucht. "Legt man einen Naturrasen auf einen Ascheplatz, wird er allwettertauglich", erklärt Thielmann. "Die Wurzeln reißen dann nicht so leicht aus." Einen solchen Rasenplatz gibt es seit einem Jahr in Oberkrüchten. Zwischen 20 000 bis 25 000 Euro mehr müsste der Verein dafür ausgeben, sagt Thielmann.

Der Verein hofft nun, dass sich die Stadt Viersen zu dem Schritt entschließt und einen Allwetterrasen genehmigt. "Vor fünf Jahren haben wir über die Sparkassenstiftung 25 000 Euro für unser Vereinsheim erhalten. Das hat heute einen Verkehrswert von 70 000 Euro, weil wir nach der Anschubfinanzierung alles Weitere durch Eigenleistung geschafft haben. Das würde auch beim Platz gelingen", sagt Thielmann.

Die spätere Pflege des Allwetterrasens würde der Verein übernehmen. Auf die Stadt würden damit weniger Folgekosten zukommen. Die zukünftigen Kosten für die Bewässerungsanlage gegen die Staubentwicklung werden derzeit für den Ascheplatz mit 1950 Euro pro Jahr kalkuliert. Mehr würde auch die Bewässerung einer Rasenfläche nicht kosten. Und nicht zu vergessen: Käme ein Allwetterrasen, wird keine neue Asche für den Fußballplatz benötigt. Auch das würde Kosten sparen, die in die Rasenfläche fließen könnten.

(tref)
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