Tierpark Brüggen: Nachwuchs und ein neuer Spielplatz

Tierpark Brüggen : Nachwuchs und ein neuer Spielplatz

Der Tierpark öffnet wieder seine Pforten — und bietet vor allem für die jüngeren Besucher viele spannende Neuheiten. Neben einem Spielplatz und Trampolin-Luftkissen gibt es auch wieder niedlichen Nachwuchs.

Die Vielfalt der beherbergten Arten im Tierpark Brüggen scheint grenzenlos: Hier leben Kängurus zusammen mit Emus im Gehege, scheue Korsakfüchse beobachten argwöhnisch den Besucher, kleine Zwergziegen staksen auf noch wackligen Beinen über diese Wiese und sogar Schlangen lassen sich im Schlangenhaus finden.

Neben neuem Nachwuchs hält der Tierpark für den Besucher seit der erneuten Eröffnung auch andere Überraschungen bereit: Dazu gehört unter anderem der vollständig erneuerte Spielplatz, für den acht Lastkraftwagen 150 Tonnen Sand anlieferten, die Erweiterung der Matsch-Ecke und der Umbau einiger Gehege. Auch soll bald das Zebra abgegeben werden und nach Norddeutschland zu einer Zebra-Gruppe gebracht werden, damit es nicht mehr alleine im Gehege leben muss. Helga Kerren bedauert das sehr, doch: „Es ist nicht gut, wenn das Tier alleine lebt.“ Danach würde das Gehege wahrscheinlich für eine größere Gruppe Nasenbären umgebaut.

Umso mehr freut sie sich aber über den Nachwuchs bei den Zwergziegen, dort wurden vor einigen Wochen die Zwillinge Dörk und Dörte geboren. Dörk mit einem winzigen weißen Stern auf der Stirn und Dörte mit schwarz-weißem Fell, die beiden sind noch etwas unsicher auf den Beinen. „Da kommen bestimmt auch noch mehr kleine Ziegen dazu, wie viele Ziegen genau tragend sind, wissen wir aber nicht, das kann nämlich auch Winterspeck sein“, sagt Kerren und lacht.

Bei den Jakobsschafen hat es dieses Jahr auch schon Nachwuchs gegeben, zwei kleine Schäfchen im Alter von einer und vier Wochen weichen dort nicht von der der Seite ihrer Mütter. Die Tierbabys haben allerdings noch keine Namen, erklärt Tierpark-Inhaber Stephan Kerren und verweist auf eine Ziege namens Sarah Knickhorn: „Wir geben den Tieren am liebsten Namen, die zu ihren Eigenschaften passen, die müssen wir erstmal feststellen.“

Noch keine Namen haben auch die drei Känguru-Babys, die immer mal wieder neugierig aus den Beuteln ihrer Mütter in die Welt blicken. Fasziniert erklärt Helga Kerren, wie klein die Kängurus bei der Geburt sind. „Nicht größer als eine dicke Fliege“, wirft ihr Mann daraufhin ein, also zwei bis drei Zentimeter. Deswegen sei es auch schwierig zu sagen, seit wann es die Kleinen gibt, die nach der Geburt auf einer Schleimspur in den Beutel ihrer Mutter kriechen und dort bleiben, bis sie groß genug sind.

Kriechend geht es auch im Schlangenhaus zu. Dort gibt es zwar keinen Nachwuchs, doch einen neuen Bewohner. Die Boa Constrictor von 1,80 Meter Länge hat sich gut eingelebt, seit sie im Januar bei einem Rettungseinsatz in einer Wohnung in Düsseldorf gefunden wurde und im Tierpark ein vorläufiges neues Heim gefunden hatte. Die Behörden seien froh, dass sie mit aufgefundenen Schlangen hier hin kommen können, sagt Stephan Kerren. Drüben bei den Kamelen gibt es wie auch bei den Alpakas Hoffnung auf Nachwuchs, Gewissheit gibt es aber noch nicht: „Wir hoffen, dass Carlotta ein letztes Mal schwanger wird, bevor sie zu alt ist“, sagt Helga Kerren. Erfahrungsgemäß würden die Geburten aber im Winter stattfinden.

Neben den Kamelen befindet sich auch die Waldfläche des Tierparks, die bald für die neue Wald-Kita geöffnet werden soll. Hierzu muss aber erst ein Artenschutzgutachten erfolgen, da ein Specht in dem Waldstück ansässig ist. Dann können weiter marode Bäume gefällt werden, sodass die Kinder nach Eröffnung der Spielgruppe im Sommer dort „jeden Tag bei Wind und Wetter in der Natur sein können“, erklärt Helga Kerren begeistert.

Nicht leicht vor die Linse zu bekommen: ein Kängurubaby. Foto: Knappe, Joerg (jkn)
Eines der neugierigen Totenkopfäffchen im Affenhaus. Foto: Knappe, Joerg (jkn)
Die scheuen Korsakfüchse, auch Steppenfüchse genannt, sind dämmerungsaktiv. Sie leben seit etwa einem Jahr im Tierpark. Foto: Knappe, Joerg (jkn)
Pünktlich zur neuen Saisoneröffnung: Neue Gerüste für die Kinder auf dem Spielplatz. Foto: Knappe, Joerg (jkn)
Im Tierpark Brüggen gibt es nicht nur exotische Tierarten. Auch Enten und Gänse leben auf dem Gelände und laufen dort frei herum. Foto: Knappe, Joerg (jkn)

Die Kerrens freuen sich darüber, dass der Betrieb im Tierpark Brüggen endlich wieder angefangen hat. Der neue Spielplatz sei die Krönung. „Vor Ostern ist dann auch das große Hüpfkissen fertig“, sagt Stephan Kerren, inklusive aufgemalten 3D-Motiv: „Es muss ja auch etwas besonders sein.“

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