Teilnehmerrekord bei der dritten Auflage des Ra(h)ser der LG Viersen

Große Laufveranstaltung in Viersen : Ra(h)ser Run lockt immer mehr Läufer an

Die Laufveranstaltung der LG Viersen hat sich schon wieder gesteigert. 623 Aktive im Ziel bedeuteten am Ende einen neuen Teilnehmerrekord. Über zehn Kilometer siegte der 24-jährige Robin Borghans vom OSC Waldniel souverän.

Der Ra(h)ser Run der LG Viersen hat bei de inzwischen dritten Auflage erneut mächtig zugelegt. Ein neuer Melderekord kam mit 730 Teilnehmern zustande. Mit Blick auf die Leistungen forderte die unerwartete Wärme am Sonntag allerdings ihren Tribut. Die Aktiven konnten nicht immer ihre persönlichen Ziele erfüllen und mussten einen Gang zurückschalten.

Das Zehn-Kilometer-Rennen entschied Robin Borghans vom OSC Waldniel mit großem Vorsprung in 34:01 Minuten für sich. Der 24-Jährige war somit auch der Schnellste der Regionsmeisterschaften Mitte. Der Waldnieler stieg erst in Viersen in die NEW-Serie ein, bei der noch der Erkelenzer Citylauf und der NEW-Volksbadlauf als Finale ausstehen. Von Anfang an setzte sich Robin Borghans im Lauf über zehn Kilometer an die Spitze und gab sie nicht mehr her. „Eigentlich wollte ich schneller laufen, aber heute war es einfach zu warm. Beim Halbmarathon in Venlo ging ich die zehn Kilometer in 33:27 durch“, meinte Borghans. Anna-Maria Hiegemann vom LT Stoppenberg lief als schnellste Frau ebenfalls einen souveränen Sieg in 37:22 heraus. Über die fünf Kilometer waren der Düsseldorfer Sebastian Hadamas in starken 15:53 Minuten und die Krefelderin Yvonne Grein in 22:45 Minuten nicht zu schlagen.

623 Läufer kamen schließlich ins Ziel, ob Jung oder Alt, Unerfahrene oder Erfahrene. Sie sorgten für einen Teilnehmerrekord. „Wir hatten die No-Show-Läufer nicht dabei, die sich aber durch die nachgemel-deten Läufer ausgeglichen haben“, sagt Veranstaltungsleiter Helge Henning. Bürgermeisterin Sabine Anemüller als Schirmherrin ging mit gutem Beispiel voran. Sie lief die fünf Kilometer in 36:53 Minuten. Fast 35 Läufer der LG Viersen liefen mit. „Es sind noch viel mehr unserer Mitglieder unterwegs, die heute für andere Gruppierungen an den Start gegangen sind“, erzählte Helge Heining. Damit sich alle wohlfühlten beim Lauf und rundum zufrieden waren, setzte der rührige Ausrichter LG Viersen 90 Helfer ein. „Davon befanden sich alleine 50 Helfer an der Strecke“, sagt Friederike Boeken. Die LG Viersen hatte für die Wärme vorgesorgt. 650 Liter Wasser und 4000 Becher standen den Aktiven zur Verfügung. Auf der Strecke wurde eine Erfrischungsstation für die Fünf-Kilometer etwa zur Hälfte einge-richtet. Über die zehn Kilometer konnten die Läufer nach jeder Runde die Wassertankstelle ansteuern. „Es sind auch Läufer dabei, die sich das Wasser becherweise als Erfrischung über den Kopf stülpen“, erzählte Friederike Boeken. Sie warf als Geschäftsführerin der Leichtathletik-Region Mitte auch einen Blick auf die Starterliste der ersten Regionsmeisterschaften im heimischen Grenzland für die Zehn-Kilometer-Straßenläufer. 67 Läufer waren für diesen Wettbewerb gemeldet. „Diese Veranstaltung muss noch wachsen“, meinte Boeken.

Der älteste Läufer des Ra(h)ser Run war der 82-jährige Korschenbroicher Dieter Otten im Rennen über fünf Kilometer, der rüstige Senior kam nach 38:35 Minuten ins Ziel. „Er ist mittlerweile schon ein Stammgast bei uns, der auch immer bei unserem Traditions-Herbstlauf am Hohen Busch dabei ist“ sagte Helge Heining. Im Start-Ziel-Bereich war immer etwas los, entweder liefen Läufer mit einem Lächeln im Gesicht oder geschafft ins Ziel, oder sie standen an der Bühne zur Siegerehrung an, die Frank Schiffers locker und fröhlich moderierte. Viersens beliebter Exportartikel erfreute die Fünf- und Zehn-Kilometer-Sieger: Sie bekamen bunte Männchen.

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