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Tausende genießen Street-Food-Festival in Viersen

Event in Viersen : Tausende genießen Street-Food-Festival

Seine „Picknick im Park“-Atmosphäre macht das Viersener Festival so besonders. Trotz der hohen Temperaturen kamen am Wochenende wieder Tausende in den Casinogarten und probierten Exotisches aus der ganzen Welt.

Zum dritten Mal hat das Viersener Street-Food-Festival am Wichenende Tausende Viersener und Gäste aus dem Umland in den Casinogarten gezogen. Die Veranstalter sind begeistert und wollen im nächsten Jahr wiederkommen.

Die große Tafel mit den aufgelisteten Gerichten liest sich abenteuerlich. Da gibt es Cochinita Pibil und Tacos gefüllt mit Chapulines. „Ich weiß zwar nicht, was Chapulines sind, aber ich werde das auf jeden Fall probieren“, sagt der junge Mann, der, vom würzigen Duft angelockt, vor dem Stand vom „Mexican“ stehen geblieben ist. „Chapulines sind Heuschrecken“, klärt Joannis Panagou auf, der gerade einen Taco mit genau diesem Inhalt füllt und über die Theke reicht. Bernd Witok, der es bestellt hat, beißt genussvoll hinein. „Das habe ich schon in Mexiko gegessen. Das ist total lecker“, sagt der Mönchengladbacher. Der andere junge Mann entscheidet sich dann doch nicht für die proteinreiche Insektenkost, er schwenkt auf Cochinita Pibil um. Dabei handelt es sich um Schweinefleisch, das in einem Erdofen, einem sogenannten Piib, eingewickelt in Bananenblättern und mit speziellen Gewürzen versehen, gekocht wird.

 Insgesamt 31 Stände boten in dem Park Speisen und Getränke an.
Insgesamt 31 Stände boten in dem Park Speisen und Getränke an. Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)
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Neues probieren steht an diesem Wochenende ganz hoch im Kurs. Zum dritten Mal hat das Street-Food-Festival im Viersener Casinogarten Einzug gehalten. 31 Stände laden zum Schlemmen ein. Spezialitäten aus den unterschiedlichsten Ländern sind anzutreffen. Argentinische Empanadas - gefüllte Teigtaschen -  locken genauso wie Kulinarisches aus dem Senegal oder von den Philippinen. Bei „Mrs Chow Chow“ ist der Bambusgarer im Einsatz, während  Franko Italienisches auftischt. Er ist eigens aus Italien angereist. Die Niederlande sind mit süßen Sünden vertreten: Fudge Brownies und Cheese Cakes mit Frischkäse vom Bauernhof lassen den Besuchern das Wasser im Mund zusammenlaufen. „Unser Key-Lime-Pie mit süßer Milch, Frischkäse und Limettensaft ist bei den heißen Temperaturen genau das Richtige“, sagt Daniela Quaedvlige, die die Köstlichkeiten herstellt.

Bei Fried Blooming Onion isst das Auge mit. Die frittierte Zwiebel, die wie eine Blume aussieht, und einen Dipp in der Mitte hat, sieht nicht nur köstlich aus. Sie schmeckt auch so. Wenige Schritte weiter gibt es Spanferkel mit 15 Kräutern, acht Stunden bei 140 Grad im Holzofen zubereitet. Die Besucher haben die Qual der Wahl.

 Weil es so sonnig und warm war, kamen viele Besucher erst in den lauen Abendstunden.
Weil es so sonnig und warm war, kamen viele Besucher erst in den lauen Abendstunden. Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)

Bei Kian Ezadian entpuppt sich der Mac´n´Cheese Chicago Wrap als der Renner. „Makkaroni mit Käse sind eh köstlich, aber mit dem Bacon und der Barbecue-Sauce im Brot sind sie der absolute Hit“, schwärmt die 16-jährige Zoe. Sebastian Schürmann hat am Smoker alle Hände voll zu tun. Er verpasst dem Grilled Heavenly-Hellish Pork Sandwich das letzte Finish. „Unser Pork aus dem Münsterland haben wir vorab 48 Stunden trockenmariniert und dann 18 Stunden bei Niedrigtemperatur gegart“, erklärt Koch David Siegel die Besonderheit des Fleisches.

Auch bei den Getränken ist so manche Spezialität dabei. Dazu gehört unter anderem der Mezcal aus Mexiko, ein alkoholisches Getränk aus speziellen Agavenarten hergestellt. Eistees, phantasievolle Cocktails, Kaffeespezialitäten – alles ist vertreten.

Wer entlang der fröhlich bunten Wagen und Stände über das Gelände bummelt, fühlt Entspannung pur. Farbige Liegestühle laden zum Verweilen in der Sonne ein. Unter den weit ausladenden Kronen der Bäume sitzt es sich an Bierzeltgarnituren angenehm schattig. Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad sind es die Plätze, die besonders beliebt sind. Das gilt auch für die Sitzgelegenheiten unter den weißen Zeltsegeln.

Es wird dämmrig. Die bunten Lichterketten gehen an und geben dem Park eine heimelige Note. Die Gäste schlendern an den Ständen vorbei, beobachten, wie das Essen frisch zubereitet wird und entscheiden sich, wo sie selber etwas probieren wollen. Ein Stückchen große Welt Feeling in Viersen. „Am liebsten würde ich alles ausprobieren“, meint Tatjana Wehlers lachend.

Nach drei Tagen kann Veranstalterin Nathalie Harbig von Tat & Drang ein positives Resümee ziehen. „Trotz der Hitze hatten wir viele Besucher, insbesondere in den Abendstunden. Die Stimmung war sehr gut und die Aussteller, aber auch wir als Veranstalter, sind wirklich zufrieden.“