Schwalmtal: Tafel versorgt seit zehn Jahren Bedürftige

Schwalmtal : Tafel versorgt seit zehn Jahren Bedürftige

2007 wurde der Verein Schwalmtaler Tafel gegründet. Ehrenamtliche Helfer versorgen in Amern und Niederkrüchten mehr als 280 Menschen wöchentlich mit Lebensmitteln, die gespendet werden

Die Schwalmtaler Tafel versorgt wöchentlich in den Ausgabestellen in Amern und Niederkrüchten mehr als 280 Menschen. 56 ehrenamtliche Helfer kümmern sich darum, gespendete Lebensmittel zu sammeln, zu sortieren, zu lagern und dann kostenlos an Bedürftige auszugeben, beispielsweise an Geringverdiener und Senioren mit kleiner Rente, an Arbeitslose, Obdachlose und Asylsuchende. Die Lebensmittel werden von Geschäftsleuten, Landwirten und Privatleuten gespendet.

Jetzt feiert die Schwalmtaler Tafel das zehnjährige Bestehen. Die Gründung geht auf die Initiative der 2011 verstorbenen Amernerin Anni Bühl zurück. Die unermüdlich engagierte Frau fuhr eines Tages von Amern nach Viersen, als sie unterwegs in Dülken ein Haus sah, vor dem Menschen in einer Schlange standen. Wann immer sie später dort vorbei fuhr, sah sie dort Menschen stehen. Sie erkundigte sich und erfuhr, dass sie auf Lebensmittel warteten, die kostenlos verteilt wurden. Im Amerner Pfarrgemeinderat stellte sie das Projekt vor, und 2006 wurde die Ausgabestelle Amern des Vereins Viersener Tafel eröffnet. 2007 wurde der Verein Schwalmtaler Tafel gegründet. Seither verteilen Ehrenamtler wöchentlich an der Ausgabestelle an der Waldnieler Straße 18 in Amern Lebensmittel an Bedürftige. Zunächst versorgten die Helfer Menschen in Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal mit Lebensmittel. Seit in Brüggen eine eigenständige Tafel gegründet wurde, konzentriert sich das Schwalmtaler Team auf die Versorgung von Bürgern aus Niederkrüchten und Schwalmtal.

An der Ausgabestelle an der Waldnieler Straße 18 in Amern feiert der Verein am Samstag, 23. September, das zehnjährige Bestehen. Beginn ist um 11, Ende um 17 Uhr. Für Speisen, Getränke und Unterhaltung sei gesorgt, teilte der Vorsitzende Bernd Zenner mit. Gleichzeitig will der Verein Interessierte über seine Arbeit informieren und weitere Unterstützer gewinnen. Derzeit hat der Verein 95 Mitglieder, sie zahlen mindestens zwölf Euro im Jahr.

(biro)
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