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Tafel in Viersen wechselt von Lieferdienst zurück auf Abholung

Engagement Viersen : Viersener Tafel stellt Notlieferservice ein

Nach den Ostertagen startet die Tafel mit einem neuen System: Lebensmittelausgabe im Zelt.

Bis Gründonnerstag beliefert das Team der Viersener Tafel seine Kunden noch zu Hause – nach Ostern stellt die Organisation dann wieder auf einen Abholservice um. Dienstags, mittwochs und freitags, jeweils von 13 bis 15.30 Uhr, können die Kunden ab kommender Woche in einem Zelt auf dem Hof der Ausgabestelle an der Hohlstraße 46 Lebensmittel abholen. „Wir markieren einen Weg, damit alle erforderlichen Sicherheitsabstände eingehalten werden“, sagt die Tafel-Vorsitzende Luzia Witthake.

Vor knapp zwei Wochen hatte die Viersener Tafel wegen der Corona-Krise ihre drei Ausgabestellen im Stadtgebiet geschlossen und auf ein Notliefersystem umgestellt. „Wir liefern montags bis freitags ab 12.30 Uhr bis etwa 17 Uhr“, erzählt Witthake. So würden 300 Kunden versorgt, „wir haben pro Tag 13 Helfer im Einsatz“. Lebensmittel sortieren, in Kisten packen, Routen durch die Stadt planen, mit zwei Fahrzeugen ausliefern: „Das ist schon aufwendig“, sagt die Tafel-Vorsitzende. „Alleine heute haben wir 90 Kisten für die Auslieferung gepackt.“ Ein Problem sei auch die Terminabstimmung mit den Kunden gewesen. Nun sei eine andere Lösung gefunden, „sodass viele Menschen die Tafel wieder nutzen können“.

Insgesamt versorgt die Viersener Tafel normalerweise im Monat rund 2000 Personen, verteilt auf etwa 500 bis 600 Haushalte. Nach Ostern sollen die Kunden auf dem Hof an der Hohlstraße die Möglichkeit haben, sich aus fertig gepackten Kisten die Lebensmittel heraus zu nehmen. „Kühlprodukte haben wir in Kühlboxen. Diese Produkte schieben ihnen die Helfer über die Tische zu“, erklärt Witthake. „Wenn sich aber jemand nicht sicher fühlt und lieber nicht zu uns kommen möchte, kann er in seinem Namen auch Freunde oder Bekannte schicken“, ergänzt sie und bittet: „Man sollte uns dann aber möglichst vorher kurz Bescheid geben.“ In den vergangenen zwei Wochen Lebensmittel auszuliefern, „war eine Erfahrung“, sagt Witthake. „Wir haben das auch gerne für Kunden gemacht“, ergänzt sie. Aber der Aufwand sei doch zu groß gewesen. Witthake betont jedoch: „Die Stammkunden, die schon vor der Corona-Krise von der Viersener Tafel zu Hause beliefert wurden, bekommen auch weiterhin auf diesem Weg ihre Lebensmittel.“

Info Besuchen Sie auch die neue Plattform der Rheinischen Post unter www.rp-gemeinsamstark.de. Auf dieser Plattform wollen wir Helfer und Hilfsbedürftige zusammenführen, beispielsweise für den Einkauf für einen älteren Nachbarn oder das Hilfspaket für Obdachlose. Gleichzeitig wollen wir einen Marktplatz für Dienstleistungsunternehmen aus Handel, Handwerk und Gastronomie schaffen, die durch die Krise in Not geraten sind.