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Tafel in Viersen braucht Spenden

Tafel Viersen : Viersener Tafel macht weiter und hofft auf Spenden

Die Einrichtung soll möglichst weiter für Bedürftige geöffnet sein. Grundnahrungsmittel sind allerdings knapp.

Haltbare Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Nudeln, Brotaufstriche und Reis sind derzeit in den Regalen der Viersener Tafel Mangelware. In Abstimmung mit der Vorsitzenden Luzia Witthake hat deshalb der Sozialdienst katholischer Frauen Viersen auf seiner Internetseite einen Aufruf gestartet. Wer Lebensmittel – oder Hygieneartikel wie Shampoo und Duschgel – spenden möchte, kann sie dienstags und freitags in der Zeit von 10.30 bis 18 Uhr an der Ausgabestelle an der Hohlstraße 46 abgeben.

Andere Tafeln in der Region haben als Folge der Corona-Krise mittlerweile geschlossen, aber Witthake möchte das Tafel-Angebot in Viersen möglichst aufrecht erhalten. Denn: „Wir sind für Menschen, die uns dringend brauchen, eine Grundversorgung“, betont sie. In Absprache mit dem Kreis-Gesundheitsamt seien Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden. So dürften jeweils nur ein bis zwei Kunden bedient werden, die in einem Abstand von etwa zwei Metern in den Laden gelassen würden. Draußen müssten die Wartenden ebenfalls Abstand halten, das Personal wasche und desinfiziere sich regelmäßig die Hände, die Vorratskisten würden häufiger als sonst mit Hochdruckreinigern gesäubert. Die Kunden seien „sehr verständnisvoll“, erzählt sie.

Das Personal der Tafel arbeitet ehrenamtlich. Die Mitarbeiter, für die zum Beispiel aus Altersgründen eine Corona-Infektion ein besonders hohes Gesundheitsrisiko darstellt, setzt Witthake derzeit nicht ein. „Wir möchten sie nicht gefährden“, erläutert sie. Wie lange die Tafel ihr Angebot im Stadtgebiet aufrecht halten kann, ist unklar: „Ich weiß ja nicht, was noch kommt“, sagt Witthake. „Wir machen jetzt erst mal bis Freitag weiter und schauen, was sich so entwickelt. Wir versuchen, die Tafel so lange wie möglich offen zu halten.“ Sei dies nicht mehr möglich, „könnten wir vielleicht eine Zubring-Tafel werden und die Menschen beliefern“, sagt Witthake. „Aber das wäre nur eine Notversorgung.“