Viersen: Konzert der Erasmus-Symphoniker im Gymnasium

Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium : Klassik, Kunst und Karneval

Als Schule der Vielfalt versteht sich das Viersener Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium.

Und vielfältig war der Auftritt des 40-köpfigen Schulorchesters allemal. In der bis über den letzten Platz hinaus besetzten Aula des Gymnasiums freuten sich viele Ehemalige und Aktive nicht nur über das Wiedersehen, sondern besonders über den Auftritt ihrer Erasmus-Symphoniker. Das vielfältige und abwechslungsreiche Programm bestand aus Ouvertüren, Filmmusik und Werken des Impressionismus. Marcel Otto, Musiklehrer des Gymnasiums und Leiter des Orchesters, eröffnete beide Konzerthälften mit Ouvertüren – dem lebhaften Vorspiel zu „Figaros Hochzeit“ (Mozart) und der höchst anspruchsvollen Konzertouvertüre „1812“ von Tschaikowsky, in der die Blechbläsersektion und die vier Schlagzeuger das napoleonische Schlachtengetümmel programmatisch in Szene setzten. Das abwechslungsreiche Programm bot darüber hinaus heitere Nummern mit jazz-rockigen Einflüssen („Charlie und die Schokoladenfabrik“) oder virtuos-rasante Stücke wie „Rites of Tamburo“. Als Solisten glänzten Lea Mengen am Cello, Pia Metzenmacher mit der Viola und Alexander Optenhöfel am hauseigenen Bösendorfer Konzertflügel. Als musikalischer Glücksfall erwies sich Leon Kunze, der zugleich als Arrangeur und Dirigent („Game of Thrones“), E-Bassist und Percussionist in Erscheinung trat. Sein besonderes Talent vor den Augen der begeisterten Zuschauer erwies einmal mehr Dirigent Otto, der den Abend im Stile eines geübten Entertainers moderierte und der am Schluss einmal mehr überraschte: Kostümiert kehrten seine Musiker und er zur Zugabe zurück und inszenierten kunstvoll ein buntes Karnevals-Medley als Schmankerl zum Abschluss. „Heute Abend zeigen sich musikalische und menschliche Vielfalt von ihrer besten Seite“, resümierte Schulleiter Christoph Hopp: „Ich freue mich sehr über die großartige Leistung unseres Orchesters – eines Schulorchesters, wie man es an manchem Musik-Gymnasium nicht vorfinden wird.“

(RP)