Tipps und Verhaltensregeln Polizei und Bank warnen Senioren vor Enkeltrick

Viersen · Die Kreispolizei Viersen und die Volksbank Viersen geben Senioren in einer Veranstaltung Tipps dazu, wie sie sich vor dem Enkeltrick schützen können.

Mitglieder der Senioren Union im Stadtverband lauschen den Vorträgen der Experten.

Mitglieder der Senioren Union im Stadtverband lauschen den Vorträgen der Experten.

Foto: Senioren Union

Der Enkeltrick und Schockanrufe sind mittlerweile bekannte Phänomene. Gerade ältere Menschen gelten als die Zielgruppe solcher Angriffe. Unter dem Motto „Im Alter sicher Leben. Mögliche Gefahren erkennen“ informierten Britta Färvers von der Kreispolizei Viersen und Clemens Roosen von der Volksbank Viersen Mitglieder der Senioren Union im Stadtverband Viersen und gaben ihnen Verhaltensregeln sowie Tipps.

Das Prinzip des Enkeltricks ist simpel: Am Telefon geben sich die Anrufer als Familienangehörige oder Bekannte aus, die aufgrund einer Notlage dringend eine hohe Bargeldsumme oder Wertgegenstände benötigen. Oder der Anrufer gibt sich fälschlicherweise als Polizeibeamter oder Staatsanwalt aus, der vor möglichen Einbrüchen warnt und deshalb Geld und Wertgegenstände zur Sicherheit abholen möchte. Andere geben vor, Mitarbeiter eines Softwareunternehmens zu sein und dass der angeblich mit Viren infizierter Computer über das Internet bereinigt werden soll. Mittels erfragter Benutzerdaten werden anschließend Abbuchungen von ihrem Konto getätigt. Mit dem Enkeltrick oder ähnlichen Anrufen wollen die Betrüger Geld und Wertsachen erbeuten.

Einzelne Teilnehmer konnten von bereits erhaltenen Anrufen berichten. Wichtig war die Erkenntnis, dass in Deutschland niemand für eine lebensbedrohende Behandlung in Vorleistung treten oder eine Kaution nach einem verschuldeten Verkehrsunfall leisten muss. Britta Färvers von der Kreispolizei Viersen wies zudem darauf hin, dass Opfer einer solchen Straftat immer eine Strafanzeige bei der Polizei erstatten sollten. Nur so erhalte die Polizei Kenntnis von einer Straftat und könne den oder die Täter verfolgen. Was die Teilnehmer im Rahmen der rund zweistündigen Veranstaltung ebenfalls mitgenommen haben: „Auflegen ist nicht unhöflich“.

(RP)