Stadtrat von Viersen verabschiedet zwei Beigeordnete

Beigeordneten-Abschiede: Lebewohl mit Mispelbäumen

Norbert Dahmen und Beatrice Kamper verlassen die Stadt Viersen

Es kommt nicht oft vor, dass sich eine Stadt von einem Beigeordneten verabschieden muss. Bisweilen kann da ein Vierteljahrhundert vergehen. Dass sich eine Stadt auf einen Schlag gleich von zwei Beigeordneten verabschieden muss, hat Seltenheitswert. In der jüngsten Ratssitzung sagten Verwaltungsvorstand und Politik Kämmerer Norbert Dahmen und der Technischen Beigeordneten Beatrice Kamper Lebewohl. Kamper, weil sie in eine städtische Gesellschaft nach Duisburg wechselt, Dahmen, weil er ab 1. September neuer Ordnungsdezernent in Dortmund wird. „Das wirft auch fußballerische Fragen auf“, sagte der Erste Beigeordnete Paul Schrömbges, der Dahmens Aufgabenfelder kommissarisch mit übernimmt. Schrömbges plauderte frotzelnd aus dem Nähkästchen (“Es war gefürchtet, wenn Du gebeten wurdest, Sachverhalte juristisch einzuordnen. Da wusste man: Das kann dauern.“). Er lobte das Zielbewusstsein Dahmens (“Ich nenne es Sturheit“), ohne das das große Ziel, vorzeitig aus der Haushaltssicherung zu kommen, nicht erreicht worden wäre. Und er dankte für die Tatkraft des Kämmerers. „Du wirst uns fehlen. Wer soll uns in Zukunft die Vorlagen der NEW erklären?“ Bürgermeisterin Sabine Anemüller dankte Beatrice Kamper für ihre Arbeit. „Wir haben sie als kompetente und innovative Stadtplanerin erlebt, die uns ermutigt hat, Stadtentwicklung kreativ zu denken. Die Zusammenarbeit konnte anstrengend sein, das Ergebnis war immer gut.“ Der  CDU-Fraktionsvorsitzende Stephan Sillekens überreichte stellvertretend für alle Ratsmitglieder zwei Mispelbäume und sprach „ein herzliches Dankeschön“ aus: „Wir haben Sie als verlässliche Gesprächspartner erlebt.“