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Schüler des Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums besuchen den Bismarckturm

Bismarckturm in Viersen : Schüler besuchen Bismarckturm

Geschichte soll greifbar werden. Deshalb machte der Leistungskurs des Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums einen Ausflug zum Bismarckturm in Viersen.

Die „große Geschichte“ verstehen und in greifbarer Nähe erleben. Das war für die Oberstufenschüler das Ziel ihres Ausflugs zum Bismarckturm auf dem Hohen Busch. „Massiv und schlicht“ – das waren die spontanen Eindrücke, die die Schüler Hendrik und Felix äußerten.

„Feuer sollen brennen und sich von Berg zu Berg fortpflanzen“, sagte Norbert Häusler, Lehrer des Geschichtsleistungskurses Q1 am Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium in Viersen. Mit den Worten zitierte der Geschichtslehrer aus dem Aufruf des Viersener Ausschusses aus dem Jahr 1898.

Thema des Unterrichtsgangs zum Bismarckturm war die Errichtung des Viersener Bismarckturms sowie die allgemeine Rezeptionsgeschichte zu Otto von Bismarck, dem ersten deutschen Reichskanzler (1871–1890). Der Bismarckturm genießt seit einiger Zeit reges Interesse in Viersen dank der neusten wissenschaftlichen Arbeiten und dank des Engagements des Heimatvereins.

Das Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium will das Thema in sein Curriculum integrieren, weil dort Heimatgeschichte als Teil der Geschichte des Deutschen Kaiserreichs erlebbar wird. Auf diese Weise können wesentliche Kompetenzen wie Geschichtsbewusstsein vermittelt werden. Die didaktische Aufbereitung erfolgte durch den Lehrer und Fachvorsitzenden Sebastian Trienekens.

Der 18,22 Meter hohe Bismarckturm ist ein Wahrzeichen der Stadt und steht unter Denkmalschutz. Er wurde 1900/1901 auf dem höchsten Punkt der Stadt, der 84,94 Meter hohen Wilhelmshöhe, errichtet. Bei der Einweihung fand am Abend die erste Befeuerung statt. Bis in die Zeit des Ersten Weltkriegs wurde der Turm jährlich am Geburtstag Bismarcks befeuert. Der Turm steht seit 1990 unter Denkmalschutz. RP

(RP)