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Rückepferd hilft bei Baumpflege in Viersen auf Süchtelner Höhen

Naturschutz in Viersen : Rückepferd hilft bei Baumpflege auf Süchtelner Höhen

So kaltblütig ist Naturschutz selten: Bei der Baumpflege auf den Süchtelner Höhen setzt der Naturschutzbund Viersen auf die Mithilfe eines Rückepferdes.

Auf der NABU-Fläche in den Baerspeschen am Rand der Süchtelner Höhen ging jetzt Elijot in den Einsatz. Das aus Mettmann stammende Rückepferd half, das angefallene Stammholz aus der rund 2500 Quadratmeter großen Waldfläche heraus zu holen. Der Vorteil: Mit einem Rückepferd geht das viel schonender für den Waldboden als mit schweren Gerät.

Schon zu Beginn des vergangenen Jahres zeigte das Kaltblut auf der NABU-Fläche in der Bockerter Heide sein Können. Die gesamte Maßnahme, zu der vorab das Kürzen der Buchen gehörte, konnte dank Fördermitteln des Kreises Viersen realisiert werden. Viele der hoch durchgewachsenen Stockbuchen wurden um etwa ein Drittel gekürzt. So versucht man, die Vitalität der seit rund 50 Jahre nicht gepflegten Bäume im historischen Buchenkamp zu erhalten. Die verbliebenen unteren Äste sollen eine Verjüngung im Kronenbereich bewirken. Die Pflegemaßnahmen nicht durchzuführen, hätte mit den Jahren das Auseinanderbrechen der alten Stöcke zur Folge gehabt.

Der Rückschnitt, der vor rund 50 Jahren noch bequem in Bauchhöhe hätte durchgeführt werden können, wurde jetzt mit Hilfe eines selbstfahrenden Hubsteigers erledigt. Wobei es auf bis zu 23 Meter Höhe hinaufging. Das so geschnittene Stammholz zog dann Elijot aus dem Wald. Das Rückepferd war dafür zwei Tage im Einsatz. Das Ziel ist, einen historischen Buchenniederwald zu erhalten. Dies möchte die Viersener Ortsgruppe zudem mit der Pflanzung von 100 neuen Buchen in den kommenden Wochen unterstützen. Der NABU hofft, dass in den nächsten Monaten keine extreme Trockenheit einsetzt, die das Projekt behindern könnte.

(tre)