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Niederkrüchten: 850.000 Euro für zwei neue Feuerwehr-Fahrzeuge

Neue Technik für die Löschzüge Niederkrüchten und Elmpt : 850.000 Euro für zwei neue Feuerwehr-Fahrzeuge

Hinter einer nackten Zahl im Haushalt versteckt sich aufregende Technik: Für 850.000 Euro bestellte die Gemeinde Niederkrüchten zwei neue Löschgruppenfahrzeuge. Am Sonntag wurden sie offiziell übergeben.

Normalerweise wären die neuen Fahrzeuge für die Feuerwehr bei der Übergabe am Sonntag auch eingesegnet worden. „Die sonst übliche Einsegnung der Fahrzeuge wird nachgeholt, sobald die Infektionslage dies ohne Risiken zulässt“, hatte Pressesprecher Frank Grusen bereits in der Einladung geschrieben. So blieb es bei einer kleinen Übergabe von Bürgermeister Kalle Wassong (parteilos) an den Leiter der Niederkrüchtener Feuerwehr André Erkens vor dem Bürgerservice an der Poststraße in Elmpt.

Für die beiden Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge (HLF) bezahlt die Gemeinde 850.000 Euro. Der Gemeinderat hatte im September 2018 den Beschluss dazu gefasst. Im Dezember 2018 ging der Auftrag raus an den Lkw-Hersteller MAN und den Ausrüster Schlingmann. Das Spezialunternehmen aus Dissen am Teutoburger Wald wünscht der Niederkrüchtener Feuerwehr in den sozialen Medien allzeit gute Fahrt. In einem kleinen Film wird auch das beeindruckende Innenleben der Fahrzeuge gezeigt. Bis dahin war es ein langer Weg. Im März wurde bei MAN das Fahrgestell gebaut, dann kamen die beiden Laster nach Niedersachsen. Im März 2020 wurde mit den Aufbauten und der Bestückung  begonnen.

Die beiden 18-Tonner sind neun Meter lang und 2,50 Meter breit. Das Fahrzeug für Elmpt ist 3,50 Meter hoch, das für Niederkrüchten 3,30 Meter. Anders als bei anderen Herstellern ist die Mannschaftskabine in das Fahrerhaus integriert. Das Unternehmen, 1880 gegründet, begann mit dem Bau von Kutschwagen. Die ersten Feuerwehraufbauten wurden 1935 hergestellt. Nach 1945 spezialisierte sich das Unternehmen ganz auf Feuerwehrfahrzeuge. Nach der Waldbrandkatastrophe 1975 in der Lüneburger Heide entwickelte Schlingmann den „Niedersachsentanker“.

Um 16.50 Uhr konnten die Löschzüge ihr „neues Familienmitglied“ vor Ort an der Wache begrüßen.

(hb)