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LVR-Klinik in Viersen-Süchteln hilft Patienten aus Nigeria

Operation in Viersen : Endlich Hilfe für Emanuel

Emanuel war verzweifelt, der aus Nigeria stammende junge Mann war in seinem Heimatland schwer verletzt worden.

Ein stark zertrümmertes Knie, das eine gravierende Fehlstellung nach sich zog – mit diesem Problem kam der in Moers lebende Emanuel in die Klinik für Orthopädie Viersen des Landschaftsverbands Rheinland (LVR). Emanuel war verzweifelt, der aus Nigeria stammende junge Mann war in seinem Heimatland schwer verletzt worden. „Die beschriebene Fehlstellung behinderte ihn extrem im Alltag. Da seine Verletzung nicht behandelt wurde, kam es eben zu jener Fehlstellung“, erklärt Chefarzt Jochen Neßler. Er behandelte den Patienten, nachdem sich dieser an die „Servicestelle Zuwanderung“ der Stadt Moers gewendet hatte. Dort recherchierte Sandra Zacharias vom Fachbereich Soziales und wandte sich schließlich an die LVR-Klinik in Viersen-Süchteln.

Hier konnte man Emanuel helfen. In der Angelegenheit wurde er ebenfalls unterstützt durch den städtischen Betreuer der Unterkunft und ehrenamtliche Helfer. Die „Servicestelle Zuwanderung“ ist eine speziell für Anliegen der zugewanderten Menschen von der Stadt Moers eingerichtete Anlaufstelle, die mit städtischen Betreuern der Unterkünfte, freien Trägern, Ehrenamtlichen und vielen anderen Institutionen eng zusammenarbeitet.

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Aufgrund der extremen Fehlstellung sei die Operation „eine Herausforderung gewesen“, sagt Jochen Neßler. Dennoch verlief sie komplikationsfrei. „Mithilfe von Computer-Navigation wurde der Patient mit einer individuell angepassten Knieprothese versorgt“, erklärt der Chefarzt. Dabei kam dem Team des Kompetenzzentrums die große Erfahrung zu Gute. Pro Jahr werden in der Klinik alleine rund 600 Knieprothesen operiert. Emanuel geht es heute sehr gut. Er freut sich, dass er nun wieder ohne körperliche Einschränkungen leben kann. „Ich bin dem Team der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen sehr dankbar für diese großartige Unterstützung“, sagt er.

(RP)